Steuerreformgesetz 2020: "Die Richtung stimmt"

WKV-Präsident Hans Peter Metzler: „Reform- und Entlastungskurs fortsetzen - Lohn- und Einkommensteuer senken.“

Gute Nachrichten für den Standort, insbesondere für Kleinbetriebe: Die noch vor der Wahl 2019 im Nationalrat beschlossenen ersten Etappe der Steuerreform profitieren die heimischen Unternehmen. Besonders Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinunternehmen werden doppelt entlastet – einerseits bürokratisch, andererseits finanziell. Das Entlastungspaket für die Wirtschaft soll bereits kommendes Jahr spürbare Verbesserungen für heimische Unternehmen bringen. Schon vor dem Sommer hatten alle Präsidenten der Wirtschaftskammern in Österreich einen gemeinsamen Appell für dringend benötigte Reform- und Entlastungsmaßnahmen gerichtet. „Umso erfreulicher, dass diese Forderungen nun zum Erfolg geführt haben“, begrüßt WKV-Präsident Hans Peter Metzler das Steuerreformgesetz 2020 und erklärt: „Diese erste Etappe der Steuerreform kommt gerade rechtzeitig, denn erste Eintrübungen der Konjunktur sind bereits spürbar.“

Die erste Etappe der Steuerreform bringt eine doppelte Entlastung für die kleinen Betriebe – einerseits bürokratisch und andererseits finanziell. Zumindest 50.000 Steuererklärungen müssen nicht mehr gemacht werden und in Summe werden durch die neuen Regelungen rund eine Million Arbeitsstunden gespart. Auch die leichtere Absetzbarkeit von kleinen Anschaffungen bis zu 800 Euro wie Smartphones oder Drucker entlastet die heimischen Betriebe von sinnloser Bürokratie.

Reformkurs fortsetzen – Wachstumsanreize schaffen 
Diese Einschätzung teilt auch WKV-Präsident Metzler: „Unsere Betriebe brauchen Luft, um auch künftig Beschäftigung zu schaffen und Wachstum und Wohlstand in unserem Land sicherstellen zu können.“ Angesicht der sich eintrübenden Konjunktur brauchen die heimischen Unternehmen aller Größen und ihre Mitarbeiter/-innen jedoch rasch weitere Entlastungsschritte. Die Wirtschaftskammer setzt sich daher für eine deutliche Senkung der Lohn- und Einkommensteuer und auch der KÖSt ein. Mit einer Anhebung des Basis-Gewinnfreibetrags von 30.000 auf 100.000 Euro soll den Unternehmen mehr Möglichkeiten zum Aufbau von Eigenkapital und Liquidität eingeräumt werden – was wiederum eine Voraussetzung für weitere Entwicklungsmöglichkeiten schafft. Während die Lohnnebenkosten unbedingt reduziert werden müssen, soll zusätzlich mit Steuerbegünstigten Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligungen Einsatz noch stärker belohnt werden.
„Wir werden diese Anliegen der heimischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter/-innen bei der künftigen Bundesregierung einfordern und auf eine rasche Umsetzung der durch die Neuwahl unterbrochenen Reformschritte drängen“, erklärt Metzler und betont: „Weniger Belastungen bedeuten mehr Spielraum für unsere Unternehmen. Wenn diese Formel aufgeht, ist das ein Erfolg für unsere Betriebe, ihre Mitarbeiter/-innen und damit für den gesamten Wirtschaftsstandort Vorarlberg.“

Weniger Bürokratie 
- Erhöhung der Kleinunternehmergrenze: Befreiung von Umsatz-Steuer-Erklärungen bei einem Jahresumsatz bis 35.000 Euro 
- Einfachere Pauschalierung: Einkommensteuer- Erklärung, Wareneingangsbuch und - anlagenkartei fallen bei einem Jahresumsatz bis 35.000 Euro praktisch weg 
- Anschaffungen bis 800 Euro werden leichter absetzbar („Geringwertige Wirtschaftsgüter“) 

Finanzielle Entlastung
- Senkung des Krankenversicherungsbeitrags: Dieser wird für alle Selbstständigen um 0,85 Prozentpunkte gesenkt 



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