Vorstoß der Grünen zur S18 ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unverständlich

Vorschläge des gürnen Koalitionspartners sorgen für Verwunderung und Kritik.

Die im Rahmen des konsensorientierten Planungsprozesses „Mobil im Rheintal“ durchgeführte Variantenuntersuchung hat ergeben, dass „die Verbindung der Autobahnen bei Mäder keine nennenswerten Auswirkungen auf alle nördlichen Straßenverbindungen hat“, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Auch die Kombination mit einer Verbindung über das Brugger Loch löst die Lkw-Verkehrsprobleme in Lustenau nicht. Das Ergebnis des Planungsprozesses, an dem viele Beteiligte und Betroffene mitgewirkt haben, zeige klar auf, dass die Straßenalternativen Z und CP – immer in Kombination mit ÖV-Maßnahmen - klar die Bestvarianten sind“, betont Rüdisser. Der Landesstatthalter zeigt sich über die Vorschläge des Koalitionspartners verwundert, da diese Variante auf Vorschlag der Naturschutzorganisationen bereits im Rahmen von Mobil im Rheintal eingehend geprüft und ausgeschieden wurde.
Die von den Grünen angeführte Tunnelvariante bei Diepoldsau wurde als „Variante Pr“ im Rahmen von Mobil im Rheintal bereits geprüft und als nicht zielführend ausgeschieden, so Rüdisser. 

Grüne Luftschlösser sind noch keine Verkehrslösung 
„Die Grünen tun so, als ob ihre ominöse ‚V-Variante‘ tatsächlich neu sei“, kritisiert VP-Verkehrssprecher Daniel Steinhofer die jüngsten Vorschläge des Regierungspartners. „Dabei vergessen sie gezielt, dass es Verkehrsstudien gibt, die zeigen, dass eine Verbindung der Autobahnen bei Mäder keine nennenswerten Auswirkungen auf alle nördlichen Straßenverbindungen hat“, zeigt Steinhofer die üblichen Argumentationslücken grüner Verkehrskonzepte auf. Bei „Mobil im Rheintal“ sei eindrucksvoll aufgezeigt worden, dass Alternativen südlich der L 204 nur sehr geringe Auswirkungen nördlich der L 204 haben. „Dass die Bodenqualität im Ried eine Herausforderung für den Straßenbau darstellt, weiß man nicht erst seit heute“, wundert sich Steinhofer über die vermeintlich neuen Erkenntnisse der Grünen. Ein zurück an den Start sei ein Schlag ins Gesicht der verkehrsgeplagten Bevölkerung. Es gelte jetzt, die penible Vorbereitung der Experten abzuwarten und dann möglichst rasch in die Genehmigungsverfahren einzutreten.

Wäre Rückschritt um Jahrzehnte
Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler findet klare Worte zur der von den Grünen präsentierten Verkehrslösung für die S18: „Neue Varianten werfen uns um Jahre bzw. Jahrzehnte zurück. Der Vorstoß der Grünen kommt zum völlig falschen Zeitpunkt.“
„Die Untersuchungen zur Nachfolgereglung der S18 laufen auf Hochtouren. Soweit wie heute waren wir in dieser wichtigen infrastrukturellen Frage noch nie. Wir haben dabei immer für eine seriöse Prüfung plädiert, die ihre Zeit braucht. Weitere Verzögerungen, etwa durch das ins Spiel bringen von neuen Varianten, sind allerdings nicht tolerierbar“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Metzler.

Widerspricht Arbeitsprogramm
Auch bei Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg, sorgt die Ankündigung der grünen Regierungspartei, die S18-Nachfolgelösung in der bisherigen Form zu begraben, für Verwunderung. Das widerspreche nicht nur dem vereinbarten Arbeitsprogramm der Landesregierung, sondern gefährde wissentlich sämtliche jahrzehntelange, intensive Vorarbeiten. Für die IV-Vorarlberg ist das Motto damit nicht „grüner – schneller – billiger“, sondern leider „populistisch – eigensinnig – langsam“. Statt einer ganzheitlichen Sicht auf Vorarlberg, werde nur punktuell repariert. In einem umfassenden Mobilitätskonzept, das Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer Vorarlberg Ende letzten Jahres gemeinsam präsentiert haben, wurde nochmals die höchste Priorität der S18-Nachfolgelösung für den Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensstandort bestätigt. 



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