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Wachstum und Investition

Landesstatthalter und Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser über die Infrastruktur in Vorarlberg und weitere Maßnahmen zu deren Verbesserung.

Vorarlbergs Wirtschaft wuchs seit 2013 im Schnitt jährlich um 2,4 %, das ist nicht nur deutlich höher wie der Bundessschnitt (1,6 %), sondern sichert unserem Bundesland unangefochten den ersten Platz im Bundesländerranking vor Tirol mit 1,8 % und Oberösterreich mit 1,7 %. Das Exportvolumen erreicht 2018 ca 10,5 Mrd. Euro und hat sich somit seit dem Beitritt zur Europäischen Union etwa vervierfacht, ebenso stieg die Zahl der Beschäftigten seit 2013 um ca. 15.000 Personen an, die Zahl der Hauptwohnsitze stieg um etwa 20.000 Personen. 

Diese Zahlen unterstreichen die hervorragende Entwicklung unseres Standorts. Gleichzeitig wird deutlich, wie rasant sich Anforderungen an die Infrastruktur verändern. Nicht nur, dass die steigende Menge produzierter Waren aus Vorarlberg möglichst rasch, effizient und umweltfreundlich den Weg in die Welt und vice versa finden sollen. Eine Entwicklung wie die Vorarlbergs führt ebenfalls zu erhöhter Vautätigkeit für betriebliche wie auch für Wohnzwecke, einem höheren Bedarf an Mobilität, Schulen, Krankenhäusern, Breitband uvm. 

Investitionen in die Infrastruktur machen nicht nur unseren Industriestandort attraktiver, sie sind auch wichtige Konjunkturmaßnahmen, die tausende Arbeitsplätze sichern und tragen somit wesentlich zur regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung des Wohlstands bei. Das Land Vorarlberg investiert deshalb kontinuierlich in diverse Infrastrukturprojekte, um für die Wirtschaft und Bevölkerung bestmögliche Rahmen- und Lebensbedingungen zu schaffen. 

Im Bereich Straßenbau sind im Voranschlag 2019 Mittel im Ausmaß von rund 70 Mio. Euro veranschlagt, rund 6 % mehr als noch 2017. Zu den größten Projekten zählen neben dem Stadttunnel Feldkirch die Autobahnanschlussstellen Bludenz-Bürs und Rheintal Mitte sowie die Rheinbrücke Hard-Fußach. Auch die Sanierung und der Erhalt des über 800 km umfassenden vorarlberger Straßennetzes (ohne Gemeindestraßen) erfordern jährlich umfangreiche Investitionen.

Mit dem Güterbahnhof Wolfurt wurde eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der letzten Jahre erfolgreich umgesetzt und in Betrieb genommen, was eine Verdoppelung der Ladungen ermöglicht. Nach Abschluss dieses Großprojekts werden nun einige Bahnhofsneu- und Umbauten (zB. Hohenems, Rankweil, Götzis, Bregenz) betrieben, ebenso wie Bahnstrecken und Haltestellen (Strecke St. Margarethen/Lustenau – Lauterach, Haltestelle Hard-Fußach, Lauterach West) sowie zahlreiche Lärmschutzmaßnahmen. Weiters wird das überarbeitete Mobilitätskonzept, welches gegen Jahresmitte vorgestellt wird, auch neue Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung der Mobilitätsinfrastruktur liefern. 

Gemeinsam mit Partnern wie Bund, ASFINAG oder ÖBB sind zahlreiche weitere Projekte im Umfang von bis zu 850 Mio. Euro bis 2022 zur Verbesserung der Infrastruktur geplant. Voraussetzung hierfür ist jedoch immer ein positiver und effizienter Verfahrensverlauf, was leider nicht vorab sichergestellt werden kann. Neben entsprechenden Verzögerungen könnten daraus auch Kosten in Millionenhöhe entstehen. Ein prosperierender und exportorientierter Wirtschaftsstandort wie Vorarlberg benötigt jedoch entsprechende Rahmenbedingungen, um auch künftig erfolgreich zu sein. Das zu ermöglichen ist eines der wesentlichen Ziele unserer Politik. 



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