Dezember 2017 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Wir alle warten gespannt auf die neue Regierung, auf deren personelle Zusammensetzung und vor allem auf die inhaltlichen Vorstellungen. In der Tat, hegen wir große Hoffnung, dass die Versprechen nach Veränderung in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sorgfältig abgearbeitet werden.

Und doch sind wir Vorarlberger nicht dafür bekannt, darauf zu warten, ob und welche Vorgaben aus Wien kommen. Daher haben wir in einigen Themen, wie der Herausforderung durch die Digitalisierung oder im Speziellen im Bildungsbereich, bereits aktiv in die Zukunft gearbeitet.

Das dritte Vorarlberger Bildungsforum mit über 1.300 Besuchern ist ein beeindruckender Beleg dafür. Bildung ist für uns das absolute Zukunftsthema. Wir werden daher auch künftig Vorarlberger Schulen in ihrer Entwicklung aktiv unterstützen und den Stein weiter rollen lassen, weil wir zutiefst davon überzeugt sind, dass von guten Schulen nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem auch die Gesellschaft und die Menschen in unserem Land profitieren werden. Wirklich nachhaltige Veränderungen gestalten sich dagegen meist schwieriger und brauchen daher in aller Regel auch mehr Zeit. Neben der Zeit brauchen gerade Veränderungen in Schulen immer eine gewisse Offenheit der Involvierten, aber auch die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und zu lernen.

Äußerst erfreulich auch die Resonanz auf die neue Ausbildungsmesse "i" Mitte November im Messequartier Dornbirn. Die über 10.000 Besucher an den drei Messetagen der "i" zeigen uns, dass es richtig und wichtig war, die größte Ausbildungsmesse Vorarlbergs völlig neu zu konzipieren. Was im Übrigen kein einfaches Unterfangen war. Umso erfreulicher ist es, dass wir als gesamte Wirtschaft ein deutliches Signal der Zusammenarbeit gesetzt haben, denn ohne diesen internen Interessausgleich wären großartige Projekte wie die neue i-Messe gar nicht möglich. Der Konsens in Ausbildungsfragen zeigt uns eindrucksvoll, was durch Geschlossenheit alles machbar wird.

All jene, die diese Solidargemeinschaft permanent in Frage stellen, werden angesichts solch' erfolgreicher Projekte quer durch alle Branchen eines Besseren belehrt. Ich halte daher auch nichts davon, ein Instrument, das Ausgleich schaffen kann, einfach einem Zeitgeist zu opfern. Noch dazu ohne Alternativen anzubieten und in einer Zeit, die zunehmend konfliktträchtig wird. Nur, wenn wir als Wirtschaft mit einer Stimme sprechen, sind wir für den gesamten Standort erfolgreich.

Ich verwehre mich auch gegen zunehmende zentralistische Vorhaben. Besonders dann, wenn sie keinen begründbaren und sinnhaften Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zur Folge haben.


Hans-Peter Metzler
WB-Obmann

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