Vorarlberger Wirtschaft

Juli 2018 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser! 
NICHT DAS ERZÄHLTE REICHT, SONDERN DAS ERREICHTE ZÄHLT!
Vorarlberg hat sich in den letzten Jahren - getragen von starken unternehmerischen Leistungen - sehr gut entwickelt. Die wirtschaftlichen Leistungen, die unsere Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Tag für Tag erbringen, sind der Motor und Garant für den heutigen Wohlstand. Diesen Wohlstand gilt es zu halten und gemeinsam weiter auszubauen!

Wenn wir uns aber einige ausgewählte Indikatoren im Österreichvergleich ansehen – beispielsweise die Entwicklung der Bruttowertschöpfung – müssen wir feststellen, dass sich der Vorsprung innerhalb Österreichs zu verringern droht. Das muss nun noch mehr Ansporn im Land sein, wirtschaftliche Entwicklungen zuzulassen und nicht zu verhindern. Zu einer richtig verstandenen Nachhaltigkeit gehört für mich eben auch Entwicklungsmöglichkeiten der Wirtschaft.

Eines muss uns dabei jetzt besonders klar werden: Wir alle sind Wirtschaft und sitzen in einem Boot: Unternehmerinnen und Unternehmer genauso wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien. Wer die Unternehmen schlägt, trifft daher immer auch deren Mitarbeiter und das ganze Land.

In wenigen Tagen soll ein zeitgemäßes Arbeitszeitgesetz im Nationalrat beschlossen werden, das der modernen Arbeitswelt entspricht, das Arbeitnehmern und Arbeitgebern nutzt: mehr Freizeit auf einmal oder mehr Geld, wettbewerbsfähigere Betriebe, sichere und neue Jobs! Derzeit werden von unterschiedlichen Seiten Ängste geschürt und es wird leider falsch informiert, um die geplanten Änderungen zu verhindern. Ich kann daher auch die Empörung darüber nicht verstehen, dass die Regierung in Sachen Arbeitsflexibilisierung aktiv geworden ist.

Dazu gibt es eine eindeutige Vorgeschichte: Bekanntlich haben AK und ÖGB vor einem Jahr die Sozialpartnerverhandlungen zu flexiblen Arbeitszeiten fast vor Abschluss mit einer völlig unsachgemäßen Forderung um die sechste Urlaubswoche torpediert. In Wahrheit hat hier die Gewerkschaft ihre Mitwirkungsmöglichkeit aufgegeben. Uns ist klar, dass flexible Arbeitszeiten keine Einbahnstraße sein dürfen. Notwendig sind faire Lösungen für den Arbeitnehmer. Schließlich geht es darum, Arbeitszeit besser und sinnvoller zu verteilen, nicht um eine Arbeitszeitverlängerung. Flexibel arbeiten heißt nicht mehr arbeiten. Und! Wirtschaft lässt sich nicht teilen.

 
Hans-Peter Metzler
WB-Obmann

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