Juli 2017 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Den Bürgern und der Wirtschaft im Lande geht es im Wesentlichen gut. Zu verdanken haben wir dies mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie deren engagierten, fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Positives gibt es aus allen Branchen zu vermelden, und das ist etwas Besonderes. Dieser beinahe lückenlose Optimismus beweist eines ganz deutlich. Auch in modernen Zeiten wie diesen hat Tradition und Bodenständigkeit ihren Stellenwert. Das Gewerbe und Handwerk in unserem Land ist Treiber für Wachstum und hat seine enorme Bedeutung für den Vorarlberger Arbeitsmarkt eindrucksvoll bestätigt.

Daraus resultiert die
Frage, wieso die Vorarlberger Gewerbetreibenden 
und Handwerker deutlich mehr als die anderen Bundesländer erwirtschaften können? Anscheinend sind die Vorarlberger fleißiger, innovativer und agieren dadurch selbstbewusster und erfolgreicher am Markt – da kann auch eine aktuelle Umfrage nicht verunsichern. Das wirtschaftliche Umfeld im Ländle stimmt also. Dank unseres attraktiven Standortes im Dreiländereck können wir lukrative Märkte mit hochwertigen Produkten bedienen.



Wer sich aber jetzt damit begnügt, bewegt sich rückwärts. Stattdessen müssen wir diesen Schwung mitnehmen. Konsequent und über alle Bereiche hinweg. Das gelingt allerdings nur, wenn es Rückenwind von politischer Seite und von Verwaltungsseite gibt. Gemeint ist, weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Bürokratie auf ein gesundes und verträgliches Maß zu stutzen. Gemeint ist die Senkung des Verwaltungsaufwandes besonders für die kleinen und kleinsten Unternehmen, und gemeint ist die tatsächliche Realisierung von Entlastungspotenzialen für die Wirtschaft. Trotz Wahlkampf, trotz so manchem Abwarten bei wichtigen Reformen, taktisch bedingt, fordern wir mutige und kluge Entscheidungen der Politik ein, um Fehler der Vergangenheit künftig zu vermeiden. Unser Blick gehört, bei aller Dankbarkeit für vergangene Leistungen und Errungenschaften, eindeutig nach vorne gerichtet.

Das nun vorliegende Wachstum, das im Grund genommen nur einen Vater hat, die Unternehmerschaft an sich, muss noch mehr Ansporn im Land sein, wirtschaftliche Entwicklungen zuzulassen und nicht zu verhindern. Das ist umso wichtiger, da wir unser Wachstum in erster Linie einer starken Sachgüterproduktion zu verdanken haben.

Geschieht dies nicht, bremst dies nachhaltig das Wachstum, von dem das ganze Land massiv profitiert.

Wir setzen auf eben diese profitierende Gesellschaft, die das Unternehmertum, mit allem was dazu gehört, als den entscheidenden Wohlstandsbringer erkennt und entsprechend danach handelt.



Hans-Peter Metzler
WB-Obmann


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