Unternehmertreff mit Dr. Josef Moser, 28.09.2017

Rechnungshof-Präsident aD plädierte für klare Kompetenzverteilung und Zusammenführung von Einnahmen und Ausgabenverantwortung

Auf sehr großes Interesse stieß der gestrige Besuch von Rechnungshof-Präsident aD Josef Moser. Auf Einladung des Vorarlberger Wirtschaftsbundes begrüßte Nationalratspräsident Karlheinz Kopf gemeinsam mit Wirtschaftsbund Dir.Stv. Jürgen Kessler rund 300 Unternehmerinnen und Unternehmer im Vinomnasaal in Rankweil. 

Josef Moser machte in seinen Worten deutlich, daß die Zeit der Analyse vorbei sei. „Alles ist aufgebläht“, sei es in der Bildung oder Gesundheit. Es sei an der Zeit, die Kompetenzregeln in Österreich neu zu ordnen. Einnahmen- und Ausgabenverantwortung gehören zusammengeführt. So brauche es beispielsweise in der Schulverwaltung klare Lösungen. Der Bund solle für die Gesetzgebung, das Budget und Qualitätssicherung zuständig sein. Die Steuerung kann damit einheitlich gestaltet werden. Für die regionale Ebene kann entweder eine Bundes- oder Landesbehörde zuständig sein. Entscheidend ist auch, daß alle Dienstrechte harmonisiert werden und die Lehrer in die Zuständigkeit einer Hand kommen. Ein neues Gehaltsschema mit Leistungskomponenten soll jene bevorteilen, die bessere Leistungen bringen. Auf die Frage aus dem Publikum, warum er von der Kontrollebene in die Gestaltungsebene wechseln wolle, kam eine klare Antwort: „Ich habe Sebastian Kurz als verlässlichen Partner kennengelernt. Er hat bewiesen, daß er festgefahrene Strukturen aufbrechen kann. Persönlich trete ich mit meiner 12jährigen Erfahrung als RH-Präsident dafür ein, Ineffizienzen und Doppelgleisigkeiten in Österreich zu beseitigen. Es geht bei dieser Wahl um eine Richtungsentscheidung: Weiter bis bisher oder Österreich zurück an die Spitze führen“.

WK-Präsident Hans-Peter Metzler bedankte sich namens der Vorarlberger Unternehmerschaft für die deutlichen Worte und nahm den Ball auf: „Was wir jetzt brauchen, ist einen klaren wirtschaftspolitischen Kurs. Die Kriminalisierung der Unternehmer muss ein Ende finden. Es braucht klare Rahmenbedingungen, ein rasches Angehen der Senkung der Abgabenquote und einen neuen Politikstil, der die gesellschaftliche Anerkennung unernehmerischer Leistung stützt“.

 Unter den zahlreichen Gästen sah man neben Bundesratspräsident Edgar Mayer, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, „Hausherr“ Bgm. Martin Summer (Rankweil), Bgm. Werner Müller (Klaus) oder Bgm. Dietmar Summer (Weiler). Aus der Unternehmerschaft: Markus Comploj (Bergbahnen Brandnertal), Silvia Benner (Altes Gericht), Ernst Bitsche (bitsche engineering), Erich Bösch (Transporte), Rigobert Diem (gbd projects), Clemens Ender (RA), Spartenobfrau Theresia Fröwis, Herwig ganahl (Greco), Roland Gau (Immobilien), Thomas Geiger (RA), Roman Giesinger (Meusburger Georg), Christian Gut (Monacor), Harald Helbok (Elektro), Walter Herbolzheimer (Hotel Hoher Freschen), Ulrich Herburger (Medienzoo), Philipp Hofer (Personal), Daniel und Andrea Illmer (illtec), Alexander und Bärbel Juen, Markus Kegele (Hotel Monschein), Jochen Klimmer (Klimmer Wohnbau), Manfred Kritzer (Personalbüro), Harald Künzle (Reiter), Bertram Luger (Montafonerbahn), Guntram Mäser (Josef Mäser), Hubert Mayer (Freihof), Harald Pöttinger (Clementia), Günter Rainer (Donau), Maximilian Renner (Immobilien), Michael Sagmeister (IV), Thomas Schwarz (11er), Manfred Speckle (Spera Trading), Josef Vonach (Amaco), Michael Walser (Walser Personal), Helmut Winkler (Volksbank), Ulrike Zumtobel (Modehaus) uvm.

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