Neue pauschale ­Gewinnermittlung

Bei der neuen Pauschalierung für Kleinunternehmer handelt es sich um eine Ausgabenpauschalierung.

Einnahmen-Ausgaben-Rechner können für Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder gewerblicher Tätigkeit diese Gewinnermittlung wählen, wenn die Umsätze eines Kalenderjahres aus allen Betrieben zusammen nicht mehr als 35.000 Euro betragen. Auch Auslandumsätze sind zu berücksichtigen. Unberücksichtigt bleiben Entnahmen (Umsätze aus einem Eigenverbrauch). Es besteht zudem eine Toleranzgrenze. Wenn die Umsätze eines Jahres nicht mehr als 40.000 Euro betragen, kann die Pauschalierung trotzdem angewendet werden, wenn der Umsatz im Vorjahr die Grenze von 35.000 Euro nicht überschritten hat. Ausgenommen von der neuen Ermittlung sind aber Gesellschafter-Geschäftsführer, Aufsichtsräte und Stiftungsvorstände.

Diese oben geschilderten sogenannten „Kleinunternehmer“ können die Betriebsausgaben pauschal mit 45% bzw. bei Dienstleistungsbetrieben mit 20% des Nettoumsatzes ansetzen. Daneben können nur mehr die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Der Gewinnfreibetrag steht ebenfalls zu. Es besteht keine Verpflichtung zu weiteren Aufzeichnungen oder zur Führung eines Anlagenverzeichnisses. Beim freiwilligen Wechsel zu einer anderen Gewinn­ermittlung kann die neuerliche Pauschalierung frühestens nach Ablauf von drei Wirtschaftsjahren in Anspruch genommen werden.

Dr. Peter Bahl



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden