Umsatzsteuer für die Beherbergung

Ab 1. 11. 2018 wird die Umsatzsteuer für die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen wieder von 13 Prozent auf zehn Prozent reduziert.

Dies gilt auch für die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen, wobei als Nebenleistung auch die Verabreichung eines ortsüblichen Frühstücks anzusehen ist, wenn der Preis dafür im Beherbergungsentgelt enthalten ist.

Die Reduktion ist erstmals für Umsätze anzuwenden, die nach dem 31. 10. 2018 ausgeführt werden. Nachdem eine Übernachtung mit dem Ende der Nacht als ausgeführt gilt, wird die Nacht vom 31. 10. auf 1. 11. bereits mit zehn Prozent besteuert.

In den Tourismusbetrieben sollte auf die Anpassung der IT und Abrechnungssysteme geachtet werden. Die Anpassung betrifft auch eventuelle Anzahlungen, die vor dem 31. 10. vereinnahmt wurden und wenn die Nächtigung erst nach dem 31. 10. erfolgt. Für den Fall, dass die Anzahlung zum Anzahlungszeitpunkt mit 13 Prozent Umsatzsteuer (nach der alten Rechtslage) versteuert wurde, muss eine Rechnungskorrektur im ersten Voranmeldungszeitraum nach Inkrafttreten der Steuersatzänderung (in der Umsatzsteuervoranmeldung November) erfolgen. Auch gegenüber dem Gast muss die bereits ausgestellte Anzahlungsrechnung berichtigt werden, ansonsten wird die (zu hoch ausgewiesene) Umsatzsteuer aufgrund der Rechnung geschuldet.

Die Reduktion des Umsatzsteuersatzes auf zehn Prozent gilt auch für die Vermietung von Grundstücken für Campingzwecke und die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen, wenn ein einheitliches Benützungsentgelt entrichtet wird.

Mag. Gerhard Fend



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