Vorarlberger Wirtschaft

Oktober 2018 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser! 
Eine Marke ist eigentlich dafür geschaffen Orientierung zu geben, insbesondere dann, wenn wir uns an schnelllebige Veränderungen gewöhnen müssen. Umso wichtiger ist es jetzt, bewusst Schritte zu setzen. Vorarlberg hat eine unglaubliche Leistungsbreite, eine Vielschichtigkeit und bewegt sich in diesen Spannungsfeldern sehr erfolgreich.

Die Frage ist jetzt, was habe ich morgen noch von dieser herausragenden Leistungsvielfalt, die jeden Tag von den Menschen hier erbracht wird? Markenexperte Klaus-Dieter Koch meint, dass vieles im Land zwar gut gelungen sei, die Vielschichtigkeit des Landes auf kleinstem Raum aber doch eine Herausforderung darstelle. Es sind ja bei Weitem nicht nur die Gemeinsamkeiten, die Vorarlberg beschreiben, es sind auch Gegensätze.

Aus der Vielfalt des Landes das zu definieren, was uns eint, das zu finden, was die Menschen über die Grenzen der eigenen Lebensbereiche hinaus verbindet, ist Aufgabe dieses ambitionierten Markenprozesses. Wir haben als Wirtschaftskammer diesen Prozess mit angestoßen, da letztendlich die großen Veränderungs- und Transformationsprozesse um uns herum zu einem verstärkten Zusammenrücken führen müssen. Es wird uns allen helfen, wenn Vorarlberg nach diesem Prozess klarer positioniert ist, quasi um Nutzen bzw. einen Mehrwert zu generieren. In einer Zeit, in der Negatives gerne überwiegt und Positives mitunter schon einmal ignoriert wird, ist es gar nicht hoch genug einzuschätzen, dass auch einmal über Vorzüge eines Landes gesprochen wird.

So sollte es auch dem Übergeordneten ergehen, unserem Europa. Trotz nachweisbarer Erfolge ist die Zustimmung zu Europa in den vergangenen Jahren nicht gewachsen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Europa kann diskutiert werden, Europa muss diskutiert werden, gerade jetzt in Zeiten von Brexit. Doch bei aller Diskussionsbedürftigkeit, die Europa hat – in vielerlei Ausgestaltung – darf es nicht sein, dass man dieses Projekt in seinen Grundfesten infrage stellt. Doch genau das geschieht. Und dabei wird verschwiegen, dass Europa, eines der größten politischen Projekte der gesamten Menschheitsgeschichte, alternativlos ist. Mehr denn je ist nun Mut gefragt. Nur so trotzt Europa den globalen und eigenen Widrigkeiten. 

 
Hans-Peter Metzler
WB-Obmann

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