Vorarlberger Wirtschaft

Eine gute Infrastruktur ist Lebensqualität

Der heutige Wirtschaftsstandort Vorarlberg steht auf dem Fundament vergangener Investitionen: Straßen, Eisenbahngleise, Ver- und Entsorgungsleitungen oder Einrichtungen für die Freizeitgestaltung der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. 

Bevor ein Standort jedoch weiter prosperieren kann, muss eine geeignete Infrastruktur bereitgestellt werden. Geeignet ist die Infrastruktur dann, wenn sie zeitgemäß, sprich auf dem neuesten Stand der Technik, in ausreichendem Maße verfügbar und vor allem den Bedürfnissen der Nutzer entsprechend vorhanden ist. Unser Landesstatthalter agiert hier seit Jahren mit großem Engagement. Doch auch er kämpft mit Widerständen, Engstirnigkeiten und einseitigen Sichtweisen von außen, wenn es um die Weiterentwicklung wirtschaftlicher Strukturen geht.  

Gerade was die Verfahrensdauer für Infrastruktur-projekte betrifft, können Unternehmen ein Lied singen von jahrelangen Verzögerungen und ausufernden Kosten, die Betriebe wie Steuerzahler am Ende des Tages zu tragen haben. Unsere Unternehmen brauchen Planungssicherheit, nur dann machen ihre Investitionen - mit hart erarbeiteten Mitteln - Sinn. Wenn Einwände jederzeit, immer wieder und „scheibchenweise“ nach und nach eingebracht werden können, ist die Behörde verpflichtet, dem nachzukommen, aber das Verfahren ist somit gelähmt. Dazu kommt der beinahe tägliche Versuch, Natur und Wirtschaft gegeneinander auszuspielen. Wer aber offenen Auges durch unser Land fährt, sieht den guten Ausgleich zwischen Mensch, Natur und Wirtschaft. Vorarlbergs Unternehmen sind Vorreiter in Sachen Ökologie, durchaus auch aus Eigennutz, weil Energieeffizienz und Ressourcenschonung längst schon strategische Wettbewerbsfaktoren geworden sind.

Mit der Aufnahme der wettbewerbsfähigen Standortpolitik als eine eigene Staatszielbestimmung bekennt sich die Bundesregierung zu den Leistungen der heimischen Unternehmen und zum Wirtschaftsstandort Österreich. Eine verfassungsrechtliche Verankerung soll darüber hinaus eine ausgewogene Abwägung der Interessen der Wirtschaft bei privaten als auch öffentlichen Investitionsvorhaben mit anderen Staatszielen gewährleisten.

Vorarlberg steht aktuell gut da. Doch lassen wir uns von den Kennzahlen nicht täuschen. Sie sagen wenig über die Zukunft aus, nicht einmal über die Gegenwart, sondern sie liefern lediglich ein Bild der unmittelbaren Vergangenheit und entsprechen damit gleichsam einem Blick in den Rückspiegel. Also, es heißt dranbleiben und weiter an konkreten Maßnahmen arbeiten. Darauf werden wir für unsere Unternehmen im Land achten! 

 
Hans-Peter Metzler
WB-Obmann

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