Foto: Markus Gann

Mehr Rechtssicherheit durch neue Kurzarbeits-Vereinbarung der Sozialpartner

Weniger Bürokratie für Betriebe, Verbesserung für Arbeitnehmer, Verlängerungsmöglichkeit ab 1. Juni.

ÖGB und Wirtschaftskammer haben sich auf eine neue Sozialpartnervereinbarung zur Kurzarbeit geeinigt. Die neue Vereinbarung bringt mehr Rechtssicherheit, weniger Bürokratie für Betriebe und Verbesserungen für Arbeitnehmer. WKÖ-Präsident Harald Mahrer und Generalsekretär Karlheinz Kopf: „Die Kurzarbeit ist ein wesentliches Instrument im Hilfspaket der Bundesregierung. Wir sichern damit Arbeitsplätze in unseren Betrieben und stützen den Wirtschaftskreislauf.“

Neue Regelungen 
Während der Kurzarbeit bekommen Arbeitnehmer weiterhin ein Einkommen in Höhe von 80, 85 oder 90 Prozent im Vergleich zum ursprünglichen Nettoeinkommen. Wenn in einem Monat dennoch mehr Arbeitszeit geleistet wird, steht für diesen Monat der entsprechend höhere Lohn zu. Wie bisher muss die Arbeitszeit im gesamten Kurzarbeitszeitraum grundsätzlich mindestens zehn Prozent der ursprünglichen arbeitszeit betragen, sie kann für einige Wochen aber auch ganz entfallen. 
Um das Hochfahren der Wirtschaft zu erleichtern, kann der Arbeitgeber nun unter bestimmten Voraussetzungen eine höhere Arbeitszeit anordnen als grundsätzlich vereinbart. Unternehmen müssen künftig nicht mehr die Sozialpartner bei Arbeitszeitänderungen verständigen. Der Beschäftigtenstand soll gehalten werden, die Vereinbarung sieht hier aber auch Klarstellungen und Lockerungen vor, so entfällt etwa mit Zustimmung der Gewerkschaft oder des AMS-Regionalbeirats die Behaltepflicht nach der Kurzarbeit. 
Die Corona-Kurzarbeit war zunächst mit drei Monaten befristet und kann nun um bis zu drei Monate verlängert werden. Vereinbarungen, die zum frühestmögliche Zeitpunkt am 1. März begonnen haben, können also mit 1. Juni verlängert werden. Die neue Sozialpartnervereinbarung gilt sowohl für neue Anträge als auch für Verlängerungen und steht unter https://bit.ly/2lsp31a zur Verfügung.

„Die Verlängerungsmöglichkeit sowie die nun erzielten Erleichterungen bringen Sicherheit für die Betriebe. Die Wirtschaft arbeitet am Comeback, umso mehr brauchen unsere Unternehmen passende Rahmenbedingungen auch bei der Kurzarbeit“, so Mahrer und Kopf.



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden