LH Wallner kündigt verstärkte Fachkräfteoffensive für Vorarlberg an

Landeshauptmann Markus Wallner hat eine verstärkte Fachkräfteoffensive für Vorarlberg angekündigt. Dabei bezeichnete er die Frage als entscheidend für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Produktions- und Wirtschaftsstandorts, sagte der Landeshauptmann. Wallner: „Die Verbesserung der Fachkräftesituation wird eine der größten Herausforderungen der kommenden Legislaturperiode.“

Vorarlbergs Wirtschaft ist weiter gut in Fahrt, was auch die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt deutlich belegt – nie zuvor waren hierzulande mehr Menschen in Beschäftigung und der Trend in Richtung Vollbeschäftigung hält an. "Was die heimische Wirtschaft in ihrer hohen Wachstumsdynamik aber zunehmend ausbremst, ist der Mangel an dringend benötigten Fachkräften", führte Wallner aus.  

"Umfassende Fachkräfteoffensive"
Geht es nach Landeshauptmann Wallner, sollen die zielgerichteten Anstrengungen im Land von allen Seiten weiter intensiviert werden. „Wir müssen Vorarlberg zum Land der besten Fachkräfte machen. Im Bereich der Lehre sind wir bereits Weltsspitze - hier müssen wir ansetzen, denn unsere Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen", so Wallner. Vieles dafür befinde sich bereits auf Schiene, anderes gelte es zügig auszuarbeiten und umzusetzen. In dem Zusammenhang erinnerte er an die starken Bemühungen zur weiteren Attraktivierung der Dualen Ausbildung in Vorarlberg, „denn die Lehre ist keine Sackgasse, sondern ein Türöffner für Job und Karriere“, so der Landeshauptmann. Darunter würden auch die jährlichen Investitionen in die Bausubstanz und die technische Infrastruktur an den Vorarlberger Berufsschulen fallen. Allein in die Landesberufsschule Dornbirn 2 sollen in den nächsten Jahren mehr als 10,1 Millionen Euro investiert werden. Mit Hochdruck wird zudem der Infrastruktur- und Studienangebot-Ausbau an der Fachhochschule Vorarlberg vorangetrieben. Rund 48 Millionen Euro werden für die geplante bauliche Erweiterung aufgewendet.

Neue Ausbildungsformen und Berufsfelder
Eine weitere Antwort auf die Herausforderungen wären neue Ausbildungsformen und Berufsfelder, die es zu entwickeln gelte. Diesbezüglich erneuerte der Landeshauptmann seine Forderung an den Bund nach einer Pflegelehre als zusätzliches Angebot, um den stetig wachsenden Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften decken zu können. Ebenso verwies Wallner auf den Campus für Regionalität und Nachhaltigkeit, der in Hohenems mit der neuen Tourismusschule GASCHT und dem Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum im Entstehen ist. Mit dem neuen Campus soll das Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft auch in der Aus- und Weiterbildung verstärkt zum Ausdruck kommen. 

Die Arbeitswelt von morgen - Digitalisierung
Wallner wies auch auf die Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung hin. „Sie wird die Arbeitswelt von morgen verändern“, so Wallner. Man habe mit der Digitalen Agenda erste Antworten formuliert. Ein neuer Studiengang an der FH, ein digitaler Campus, eine Digitalsierungsoffensive im Bildungswesen stellen den Anfang dar. Wir müssen hier aber sicher noch mehr tun.

Wallner kündigte an, die bisherigen Anstrengungen fortzuführen. „Wir werden aber sicher noch einen Gang zulegen müssen.“ Man arbeite an einer breiten Fachkräfteoffensive in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern in Vorarlberg.



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