Zeit für Entlastung der Betriebe ist gekommen

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf über die geplante Steuerreform.


VON KARLHEINZ KOPF

Sämtliche Umfragen ergeben dasselbe Bild: Die Stimmung in den Unternehmen hat sich eingetrübt, der Konjunkturmotor, der zuletzt hochtourig gelaufen ist, hat an Dynamik verloren. Umso wichtiger ist es daher, das Wirtschaftswachstum durch eine groß angelegte Entlastung wieder anzustoßen. 

Aus diesem Grund begrüßen wir das Vorhaben der Regierung, in den nächsten Jahren eine Steuerreform umzusetzen. Als Wirtschaftskammer ist für uns aber klar: Es muss eine Steuerreform geben, die den Standort Österreich aufwertet, die Investitionen fördert und die die Unternehmen spürbar entlastet. Das heißt, wir fordern einerseits eine Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt). Hier ist uns wichtig, dass beim KöSt-Satz künftig ein Einser vorne steht. Denn 19 Prozent statt wie bisher 25 Prozent KöSt wären ein wichtiges Signal an Investoren und somit für den Wirtschaftsstandort. Andererseits brauchen wir eine Reduktion der Lohn- und Einkommenssteuer, denn auch Personengesellschaften und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen durch die Steuerreform gestärkt werden. Ebenso fordern wir bessere Abschreibungsmöglichkeiten. Der Abschreibungssatz für geringwertige Wirtschaftsgüter zum Beispiel ist seit 1983 unverändert geblieben, hier wäre eine Anhebung von 400 auf 1.500 Euro wünschenswert. Auch eine Reihe von Bagatellsteuern gehören ersatzlos gestrichen. 

Diese finanziellen Erleichterungen für unsere Betriebe sind ganz wichtige Maßnahmen, zumal Österreich mit 42,2 Prozent des BIP die sechsthöchste Steuer- und Abgabenquote in der EU hat. Zusätzlich setzen wir uns aber für den Abbau bürokratischer Hürden ein. Denn fest steht: Jetzt ist die Zeit für Entlastung gekommen – bei den Steuern und Abgaben genauso wie bei der Bürokratie.



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden