Regionalbanken unterstützen Vorarlberger Unternehmen

Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg und Sprecher der Vorarlberger Banken in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Interview.

Die Folgen von Covid-19 sind für die Vorarlberger Wirtschaft weitreichend und in der endgültigen Dimension noch nicht abschätzbar. Die Vorarlberger Regionalbanken haben sich darauf verständigt, den Unternehmern, die von der Corona-Krise überrascht und hart getroffen werden, besonders unbürokratisch und rasch zur Seite zu stehen, so Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg und Sprecher der Vorarlberger Banken in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Interview.

Vorarlbergs Wirtschaft leidet unter Covid-19. Können die Banken helfen?
Wilfried Hopfner: Ja, das können und tun wir. Die Vorarlberger Regionalbanken stehen den Unternehmen helfend zur Seite. Sie tun das im Rahmen der aufgeweichten regulatorischen Rahmenbedingungen und natürlich auch vor dem Hintergrund der eigenen unternehmerischen Verantwortung. Wir nehmen diese Situation sehr ernst und bieten rasche und unbürokratische Unterstützung an.

Was können die Vorarlberger Banken konkret tun?
Wilfried Hopfner: Die konkreten Unterstützungsmaßnahmen sind ganz unterschiedlich. In den allermeisten Fällen geht es darum, Raten zu stunden und Laufzeiten anzupassen. Aber es wird vielfach auch Unterstützung durch frische Liquidität brauchen. Gerade bei der Inanspruchnahme von Kurzarbeit wird es vermutlich zu Zwischenfinanzierungen kommen müssen, die wir aufgrund eines positiven Bescheides des AMS auch gewähren können. Bei der gültigen Beurteilung kommt es aber immer auf die ganz konkrete Situation unserer Kundinnen und Kunden an. Es gilt eine gemeinsame individuelle Lösung zu finden.

Welche Aufgaben übernehmen die Banken noch?
Wilfried Hopfner: Bund und Land haben betrieben zum Teil bereits umfangreiche Unterstützung zugesagt oder arbeiten diese gerade noch aus. Die Vorarlberger Regionalbanken administrieren diese Förderungen, unterstützen bei Antragstellungen und Abwicklungen, beraten, legen Kontakte und helfen den Unternehmen so, dass sie an die notwendigen Fördermittel kommen.

Was sollen Vorarlberger Unternehmen jetzt tun?
Wilfried Hopfner: Selbstverständlich steht die Gesundheit der Menschen an erster Stelle. Daher empfehle ich, den telefonischen und/oder elektronischen Kontakt zur eigenen Bank zu suchen. Wichtig ist dabei auch, frühzeitig auf die Beraterin und den Berater der Bank zuzugehen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das umfangreiche Angebot an Beratungsleistungen der Interessensvertretungen Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Arbeiterkammer zu nutzen.

Vielen Dank für das Gespräch!



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden