Zwazl lehnt höhere Überstundenzuschläge ab

Zusätzliche Belastungen für Unternehmen sind der falsche Weg, deshalb ein klares „Nein“  zur AKNÖ-Forderung.

Ein „Nein“ zur Forderung der AKNÖ nach höheren Überstundenzuschlägen für Teilzeitbeschäftigte kommt von Sonja Zwazl, der Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) und Landesgruppen-Obfrau des Wirtschaftsbundes Niederösterreich (WBNÖ). „Wir müssen sehr aufpassen, das zarte Konjunkturpflänzchen nicht gleich wieder mit zusätzlichen Belastungen niederzutreten“, so Zwazl. „Und zusätzliche Belastungen sind mit Sicherheit kein Turbo für Unternehmen und Beschäftigung.“

Tatsache ist, dass Teilzeit von den Beschäftigten im Interesse ihrer Lebenseinteilung, beispielsweise für Weiterbildung oder aus Gründen der Kinderbetreuung, massiv nachgefragt wird. Eine Umfrage zeigt etwa, dass 92 Prozent der Frauen zufrieden mit dem Ausmaß ihrer Tätigkeit sind. Und auch die Erfahrungen der Unternehmen belegen, dass Teilzeit bei den Beschäftigten höchst gefragt ist. Zwazl: „Unternehmen in Niederösterreich sind seitens der Beschäftigten oftmals in einem solchen Ausmaß mit Teilzeitwünschen konfrontiert, dass sie diese Wünsche gar nicht erfüllen können.“ Oftmals wären Unternehmen Vollzeitverhältnisse sogar deutlich lieber als Teilzeit.

Zugleich betont Zwazl, dass ein Nichtbezahlen von Überstunden rechtlich gar nicht möglich ist. „Und würde ein Unternehmen das versuchen, dann muss es bei Betriebsprüfungen mit äußerst saftigen Strafen rechnen.“



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