Online-Geschäft: NÖ Handel fordert mehr Fairness

Mehr als die Hälfte der Online-Käufe in NÖ fließen zu Anbietern ins Ausland ab. Wirtschaftsbund NÖ Spartenvertreter Franz Kirnbauer fordert mehr Anstrengungen für fairen Wettbewerb im Handel.

Franz Kirnbauer, Spartenobmann der Wirtschaftskammer NÖ, fordert "konkurrenzfähige Rahmenbedingungen" für heimische Unternehmen im Vergleich zu ausländischen Anbietern. Die Online-Käufe in NÖ betragen 1,25 Mrd. Euro. Davon fließen mehr als 50 Prozent ins Ausland, was eine große Benachteiligung für heimischen Firmen darstellt. "Die großen internationalen Anbieter zahlen de facto keine Ertragssteuer“, betont Wirtschaftsbund Funktionär Kirnbauer und fordert mehr Anstrengungen auf europäischer Ebene, für mehr Gleichheit im Wettbewerb. 

Kirnbauer: Handel erneut größter Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in NÖ

Der Handel erzielte rund 39 Prozent des Umsatzvolumens der marktorientierten Wirtschaft. 2017 erwirtschafteten 15.340 niederösterreichische Handelsunternehmen einen Netto-Jahresumsatz von 49,4 Mrd. Euro. Im Bilanzjahr 2016/17 verbesserten sich die Gewinne im Schnitt auf 2,7 Prozent des Netto-Umsatzes. 

Rund 117.000 Mitarbeiter waren 2018 beschäftigt. Etwa 52 Prozent der Handelsbeschäftigten waren Frauen, 39 Prozent arbeiteten Teilzeit, rund ein Drittel war bereits mehr als zehn Jahre im selben Unternehmen tätig. In der Lehrlingsausbildung sollen mit dem neuen Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann und dem Schwerpunkt "Digitaler Verkauf" wichtige Anreize gesetzt werden.



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