Ecker/Servus: Mit der Fachkräfteoffensive erfüllt die Regierung wichtige Wirtschaftsbundforderungen aus dem NÖ Wirtschaftsparlament zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Foto: Gerald Lechner.

Wirtschaftsbund NÖ-Ecker/Servus: „Fachkräfteoffensive für den Standort Österreich“

Ministerrat beschließt Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte. WBNÖ-Obmann Wolfgang Ecker freut sich über erste Schritte zur kontrollierten und qualifizierten Zuwanderung als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. Ecker: „Die Digitalisierung für die Modernisierung der RWR-Karte zu nutzen, ist ein wichtiger Schritt. Dies wird nicht nur zur Effizienzsteigerung beitragen und Verfahren beschleunigen, sondern auch Antragssteller entlasten.“

Der Fachkräftemangel hemmt die heimische Wirtschaftsleistung: 88% der österreichischen Betriebe geben an, unter dem Mangel an ausgebildeten Mitarbeitern zu leiden. 40% der Unternehmerinnen und Unternehmer beklagen bereits Umsatzeinbußen, besonders betroffen ist die Tourismusbranche. Wirtschaftsbund NÖ-Obmann Wolfgang Ecker: „Wir müssen mittlerweile von einem Mitarbeitermangel sprechen. Durch Pensionierungen fallen in den nächsten 10 Jahren in Niederösterreich geschätzt ca. 260.000 Fachkräfte weg. Das sind 41,1 % aller momentan in NÖ verfügbaren Fachkräfte. Die Babyboomer-Generation geht in Pension. Wir brauchen den schnelleren Zugang zu qualifizierten Fachkräften.“

Wirtschaftsbund NÖ-Direktor Harald Servus begrüßt die Umsetzung von im Wirtschaftsparlament geforderten Maßnahmen: „Die Antragstellung wird vereinfacht, Verfahren werden gestrafft, Gehaltsgrenzen und das Punkteschema überarbeitet, sowie eine Service-Stelle eingerichtet. Das bringt eine massive Vereinfachung für Unternehmer und zukünftige Mitarbeiter.“

Im ersten Schritt sollen Arbeitgeber die Möglichkeit haben, den Antrag online bei Inlandsbehörden zu stellen. Wolfgang Ecker sagt: „Ziel ist es, das gesamte Verfahren für Antragsstellende zu digitalisieren und somit den Ablauf zwischen den einzelnen Behörden effizienter zu gestalten. Notwendige Überprüfungen sollen in Zukunft nach Möglichkeit parallel durchgeführt werden, sodass die gesetzliche Verfahrensdauer von acht Wochen eingehalten wird.“

Bei Antragsstellung sollen auch englischsprachige Unterlagen akzeptiert werden. Auch das Ersatzkräfteverfahren zur Verfügbarkeit von inländischen oder europäischen Bewerbern soll evaluiert und bedarfsgerecht beschleunigt werden. Eine weitere Maßnahme zur Straffung der Verfahren ist der Entfall der ortsüblichen Unterkunft bei der RWR-Karte.

Harald Servus ergänzt: „Die bisherige Zulassungspraxis zeigt, dass die derzeit verlangte Mindestentlohnung zu hoch ist: So soll etwa die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage für Schlüsselkräfte bis 30 Jahre von 60 % auf 50 % gesenkt werden. Dadurch wird eine einheitliche Grenze für alle Altersgruppen von 50 % geschaffen.“

Um eine realitätsnahe Betrachtungsweise zu gewährleisten, soll die Punktezuerkennnung für die Qualifikation gemeinsam mit der Berufserfahrung erfolgen. Tätigkeitsbezogene Berufserfahrung soll im Punktesystem explizit berücksichtigt werden. Zudem wird eine Vereinheitlichung der Sprachkenntnisse erfolgen.

Ecker: „Mit dem Ausbau der Austrian Business Agency (ABA) gibt es eine einheitliche Servicestelle für die RWR-Karte.“ Unternehmer und Antragssteller können sich im Sinne einer einheitlichen Anlaufstelle vor allem unbürokratisch über den aktuellen Verfahrensstand informieren. 



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden