Gemeinsam für den Standort Niederösterreich arbeiten (v.l.): Landesrat Jochen Danninger und WBNÖ Obmann Wolfgang Ecker. Foto: Philipp Monihart

Ecker/Danninger präsentieren Maßnahmen für den Bürokratieabbau: „Mehr Hausverstand, weniger Paragrafen“

Wirtschaftsbund übergibt Fahrplan 2025 an Landesrat Danninger. Wolfgang Ecker: „Freue mich auf gute Zusammenarbeit". Jochen Danninger kündigte Maßnahmen beim Bürokratieabbau an.

Miteinander von Wirtschaft und Politik

Eine wichtige Grundvoraussetzung für einen attraktiven Standort Niederösterreich ist das Miteinander zwischen den Wirtschaftsbetrieben und der Politik. Wirtschaftsbund Landesgruppen-Obmann Wolfgang Ecker: „In den letzten Jahren war Niederösterreich auf einem guten Weg. Insgesamt ist die Anzahl der Unternehmen in den letzten fünf Jahren um über 9.200 gewachsen. Jedes fünfte Unternehmen österreichweit hat seinen Sitz in Niederösterreich. Damit sind wir das Unternehmerland Nummer 1.“ Diesen Weg wolle man gemeinsam mit Jochen Danninger fortsetzen.

Bürokratieabbau: Einmal-Melden-Prinzip und Durchforstung von Förderrichtlinien

LR Danninger: „Ich will eine starke Stimme für den Standort Niederösterreich sein. Hierzu ist der enge Dialog mit der Interessensvertretung eine Grundvorrausetzung.“ Der Wirtschaftsbund forderte unter anderem die im Regierungsprogramm verankerte Umsetzung des „Einmal-Melden-Prinzips“. WBNÖ-Obmann Wolfgang Ecker: „Derzeit müssen wir Unternehmer bei verschiedensten Stellen immer wieder dieselben Daten abliefern. Im 21. Jahrhundert muss es genügen, dass man Daten und Meldungen einmal den Behörden übermittle und diese dann verwaltungsintern weitergegeben werden.“

Die Forderung des Wirtschaftsbundes Niederösterreich nach einem Abbau der bürokratischen Auflagen, nehme Danninger gerne auf. „Für mich ist es ein zentrales Thema. Als einer meiner ersten Schritte als Wirtschaftslandesrat werde ich Maßnahmen beim Bürokratieabbau setzen.“ Danninger wolle Förderrichtlinien modernisieren: „Wir brauchen die vollelektronische Abwicklung, Reduktion der Belege und eine Vereinfachung bei der Antragstellung.“

Elektronischer Meldezettel für Beherbergungsbetriebe

Derzeit muss jeder Inhaber eines Beherbergungsbetriebes ein Verzeichnis über seine Gäste führen. Die Hotels und Pensionen können dabei entscheiden, ob sie das altbekannte analoge “Gästeblatt“ verwenden oder ein elektronisches Gästeverzeichnis führen. Bei der digitalen Variante müssten allerdings sowohl der Beherbergungsbetrieb als auch die Gemeinde eine Software ankaufen. Dies ist aktuell der Grund, warum die Beherbergungsbetriebe oft noch die „Gästeblätter“ in Papierform verwenden. LR Danninger: „Ich werde mich daher dafür einsetzen, dass der Bund eine österreichweit gültige einheitliche Plattform für die elektronische Gästemeldung zur Verfügung stellt. Auf diese Plattform müssen alle Beherbergungsbetriebe und Gemeinden Zugriff haben, damit ein einheitlicher, praktikabler Meldevorgang gewährleistet ist.“

Wirtschaftsbund weiter für Marchfeld-Schnellstraße: „unverzichtbar“

Danninger und Ecker bekräftigen ihr Bekenntnis zur Marchfeld-Schnellstraße: „Infrastruktur ist die Lebensader unserer Wirtschaft – ohne Verkehrs-Infrastruktur gibt es keine Wirtschaft.“ Abgesehen von den Vorteilen für die umliegenden Ortschaften verweist Ecker auf die Verluste, die beim Abbruch des Projekts drohen würden (geplant mit Bauzeit 2021-2024, Wertschöpfung nur auf die Errichtungsphase bezogen). Zusätzliche 3.000 Arbeitsplätze, € 336,94 Mio. Bruttoregionalprodukt, € 161,13 Mio. Lohnsumme und € 148,99 Mio. an Steuern und Abgaben – nur in Niederösterreich – könnten nicht realisiert werden. „Das können wir nicht riskieren. Wir werden uns weiter mit starker Stimme für die S8 einsetzen.“



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