Flexible Arbeitszeiten unverzichtbar für Wirtschaft

Im Rahmen des Wirtschaftsparlaments fordert WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser erneut die gesetzliche Änderung des Arbeitszeitrechts.

„Wirtschafts- und Arbeitswelt verändern sich dramatisch. Damit unsere Betriebe wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsspitzen abdecken können, brauchen sie mehr Gestaltungsspielraum“, verdeutlicht WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser die Forderung nach einem neuen Arbeitszeitmodell. Im Vordergrund des im Wirtschaftsparlament beschlossenen Modells stehen drei wesentliche Punkte: „Wir wollen eine Entkriminalisierung des Arbeitszeitrechts erreichen, insbesondere Straffreiheit bei geringfügigen Überschreitungen, denn unvorhersehbare Ereignisse wie beispielsweise Staus sind in der Praxis nicht vermeidbar“, erklärt Moser.

Das Modell soll zudem eine Verstärkung der arbeitszeitrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten der betrieblichen Ebene sichern, die auf die Anforderungen im Betrieb und auf die persönlichen Verhältnisse der Mitarbeiter zugschnitten sind. Die vorgeschlagene Reform soll weiters einen leichteren Zugang zu Ausnahmen bei kurzfristig erhöhtem Arbeitsbedarf ermöglichen.

„Was den Bereich Normalarbeitszeit und Überstunden betrifft, so soll die Regelung auch weiterhin in erster Linie den Kollektivvertragsparteien der einzelnen Branchen überlassen bleiben“, skizziert der WKNÖ-Vizepräsident.

Eine gesetzliche Regelung wünscht sich Moser jedoch für den Überstundenausgleich innerhalb einer einzelnen Arbeitswoche.

Ein Umdenken im Arbeitszeitmodell sei dringend notwendig: „Im internationalen Vergleich hinkt Österreich bei den flexiblen Arbeitszeiten hinterher. In skandinavischen Ländern wie etwa Schweden oder Finnland praktizieren bereits 80 Prozent der Unternehmer flexible Arbeitszeiten, sogar ohne gesetzliche Höchstgrenzen“, so Moser abschließend.



Fordern ein Umdenken beim Arbeitszeitmodell: WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser, Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus.



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