Zwazl drängt auf Ausgleich der Inflation bei Steuertarifen

"Lohnerhöhungen landen zu oft mehr im Bundesbudget als bei Beschäftigten.“

Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) und Landesgruppen-Obfrau des Wirtschaftsbundes Niederösterreich (WBNÖ), drängt auf eine rasche Beseitigung der so genannten kalten Progression. „Es geht schlicht darum, die Inflation auch bei den Steuertarifen auszugleichen – einfach, schnell, automatisch und ohne zusätzliche Umwege“, so Zwazl. „Das sollte politisch keine Hexerei sein.“

Der Hintergrund der kalten Progression: Während Löhne und Gehälter jährlich erhöht werden, bleiben die Steuerstufen gleich, also ohne regelmäßige Anpassung. Das heißt, dass durch die Lohnerhöhungen immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in höhere Steuerstufen kommen. Die Steuerreform habe da zuletzt zwar wichtige Entlastungen gebracht, aber eben nicht dauerhaft, betont Zwazl.
„Unsere Unternehmen zahlen also immer höhere Löhne – und trotzdem bleibt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über die Jahre real immer weniger im Börserl, weil Lohnerhöhungen über höhere Steuerklassen eben viel zu oft mehr im Bundesbudget als bei den Beschäftigten landen“, betont Zwazl. Das müsse rasch – schon ab 2017 - ein Ende finden. „Sinkende Realeinkommen sind nicht die Schuld unserer Unternehmen, sondern der Einnahmefreudigkeit des Staates.“



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