WBNÖ zu Steuerreform: Wichtige Nachbesserungen durchgesetzt

Zwazl/Servus: „Betriebsübergaben bleiben leistbar, Mitarbeiterrabatte verdoppelt, Registrierkassenpflicht entschärft, Rechtsschutz vor Konteneinsicht durchgesetzt.“

„Wir konnten durch konstruktives Nachverhandeln bei der Steuerreform noch einige Verbesserungen für unsere Betriebe erreichen“, so Wirtschaftsbund-Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl und Direktor Harald Servus.

Konkret hat der Wirtschaftsbund Niederösterreich verhindert, „dass sich die Änderungen bei der Grunderwerbssteuer negativ auf Betriebsübergaben auswirken“, freut sich Zwazl. Der Freibetrag bei Übergaben innerhalb der Familie wird auf 900.000 Euro erhöht und eine Deckelung von maximal 0,5 Prozent für die Grunderwerbssteuer eingeführt. „Betriebsübergaben bleiben somit leistbar“, so Servus. „Wir haben auch durchgesetzt, dass Schulden angerechnet werden können, das kommt vor allem dem Tourismus entgegen.“
Auch die Registrierkassenpflicht konnte im Sinne der Betriebe entschärft werden: Jene Betriebe, die frühzeitig umstellen, können die gesamten Anschaffungskosten entsprechend abschreiben. „Die Deckelung von maximal 2000 Euro wurde aufgehoben“, berichtet Zwazl. Es wird keine umständliche Direktanbindung der Kassen an das Finanzministerium geben, Kassen müssen nicht neu angeschafft werden: Es reicht ein Zertifikat, dass sie manipulationssicher sind.

Besonders freut Zwazl, dass die Mitarbeiterrabatte auf Drängen aus Niederösterreich erhöht wurden: „Konkret wurden sie verdoppelt von ursprünglich zehn auf maximal 20 Prozent und die Obergrenze liegt zukünftig bei 1000 Euro“, erläutert Zwazl. „Das ist ein wichtiges Signal für das Miteinander zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.“

Bei der Kontenöffnung konnten einige Fortschritte erzielt werden: „Für die Konteneinsicht gilt das Vier-Augen-Prinzip, außerdem muss ein begründeter Verdacht vorliegen und schon vorab muss ein Richter am Bundesfinanzgericht die Einschau genehmigen“, sagt Servus. „Damit ist sichergestellt, dass es keine Willkürakte gegen unsere Betriebe geben kann.“



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