WBNÖ: Handwerkerbonus ist nachhaltiges Mittel gegen Pfusch

Studie von Linzer Universitätsprofessor Schneider prognostiziert Rückgang der Schwarzarbeit: Pfusch wird durch Handwerkerbonus gebremst. WBNÖ fordert Fortsetzung.

2016 wird die Schwarzarbeit in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurückgehen: Das besagt eine Studie des Linzer Universitätsprofessors Friedrich Schneider. Am Bau und im Handwerk wird am meisten gepfuscht. Laut Schneider werden in Niederösterreich in diesen Bereichen im kommenden Jahr 1,31 Milliarden Euro umgesetzt.

Schneiders Studie besagt, dass die Schattenwirtschaft durch die Fortsetzung des Handwerkerbonus eingebremst würde. Deshalb fordert der Wirtschaftsbund eine Fortsetzung des Bonus: „Wir brauchen Impulse für unsere Betriebe, wir müssen den Handwerkerbonus wieder einführen. Denn er hat sich in der Vergangenheit als effektives Mittel gegen Schwarzarbeit bewährt“, sind Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl und Direktor Harald Servus überzeugt.

Der Handwerkerbonus habe besonders in Niederösterreich einen hohen Stellenwert, sagt Zwazl: „26 Prozent der Anträge 2014 und 2015 kamen allein aus unserem Bundesland.“ Im Detail entspricht das rund 16.900 Anträgen. Viele Aufträge, die durch den Handwerkerbonus von Privaten an Betriebe vergeben wurden, wären sonst im Pfusch gelandet, berichtet Zwazl: „Jeder Euro, der für den Handwerkerbonus ausgegeben wird, bringt Mehreinnahmen für Betriebe und Staat.“

Vor allem in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit müsse man auch die positiven Beschäftigungseffekte durch den Bonus sehen: „23 Prozent der Betriebe, die Aufträge mit dem Handwerkerbonus abgewickelt haben, geben an, Mitarbeiter gehalten zu haben, die sonst möglicherweise freigesetzt worden wären“, weiß Servus. „10 Prozent berichten sogar von zusätzlichen Anstellungen.“

Foto: Fotolia.de/Trifonenko Ivan



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