Schelling und Zwazl: „Chance nutzen, etwas zu verändern“

Die Zwettler Wirtschaftsgespräche standen unter dem Titel: „Können wir uns die Zukunft auch leisten?“: Mitdiskutiert haben Finanzminister Hans-Jörg Schelling und Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl.

Der Wirtschaftsbund Zwettl organisierte erstmals die Zwettler Wirtschaftsgespräche: Bei der Firma Waldland diskutierten Finanzminister Hans-Jörg Schelling und Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl mit regionalen Unternehmern zum Thema „Können wir uns die Zukunft noch leisten?“.
Finanzminister Hans Jörg Schelling beantwortete diese Frage mit einem „Nein – wenn wir nichts ändern. Österreich hat sich im Laufe der Jahre zu einem Vollkaskostaat entwickelt. Die Gesellschaft hat es in der Hand, das nachhaltig zu ändern.“ Vor allem bei den Themen Pensionen, staatliche Verschuldung und Bürokratie sah Schelling großen Reformbedarf. Aber auch in der Wirtschaft müsse sich die Stimmung bessern: „Wenn wir dieselbe Energie, die wir jetzt für Schlechtreden und Jammern verwenden, in positive Energie und Investitionen stecken würden, hätten wir nicht ein Wachstum von 1,5 sondern von 4 Prozent“, motivierte Schelling die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer, positiv in die Zukunft zu blicken.
In dieselbe Kerbe schlug Sonja Zwazl: „Österreich verfällt oft in die Tendenz, etwas schlecht zu reden. Da fällt es leicht, als Unternehmer mitzutun“, so die Landesgruppen-Obfrau. „Es hängt aber von uns Wirtschaftstreibenden in der freien Wildbahn ab, aufzuzeigen, was uns stört. Wir brauchen dafür auch Institutionen – wie den Wirtschaftsbund und die Wirtschaftskammer – sowie Gleichgesinnte, die uns helfen, Anliegen aufzubereiten, weiterzutragen und sie gesetzesmäßig in Form zu bringen. Schließlich gilt es, den politischen Druck aufzubauen, unsere Anliegen auch durchzubringen. Nur jammern alleine hilft nicht“, forderte Zwazl die anwesenden Zuhörer auf, sich aktiv in die politische Arbeit einzubringen, um den Standort nach vorne zu bringen. Bürokratieabbau sei nicht nur ein großer Brocken, „er setzt sich aus vielen kleinen Beispielen aus der Praxis zusammen, die wir Schritt für Schritt abarbeiten.“
Auch Wirtschaftsbund-Nationalratsabgeordneter Werner Groiß blickte mit den Unternehmern positiv in die Zukunft: „Wir haben in den letzten drei Jahren so viele bürokratische Hürden abgebaut, wie in den letzten 15 Jahren nicht. Wir müssen in den Unternehmern mehr Vertrauen in die Zukunft aufbauen, dass sie wieder Investitionen tätigen.“



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