NÖ Handel: Wichtiger Wirtschaftsfaktor, Erträge schwächeln

Eine im Auftrag der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich erstellte Studie zeigt die Bedeutung des NÖ Handels und gleichzeitig seine Probleme auf.

Die von der KMU Forschung Austria durchgeführte Untersuchung präsentiert den Handel weiter als dominierenden Wirtschaftsfaktor in Niederösterreich. 14.900 Betriebe beschäftigen 112.700 Mitarbeiter und bilden 2490 Lehrlinge aus. Mit einem Jahresnettoumsatz von € 45,8 Mrd. erzielt der Handel den höchsten Umsatz der marktorientierten Wirtschaft in Niederösterreich.
Allgemein werden im Handel durchschnittlich gerade einmal 1,3% Gewinn erzielt, der Einzelhandel erreicht im Schnitt nur einen Gewinn von 0,5% der Betriebsleistung. Die Branche leidet damit unter einer Ertragsschwäche und kann weitere Belastungen schwer verkraften.

Nein zu flächendeckender LKW Maut
Spartenobmann Franz Kirnbauer warnt daher vor der drohenden Einführung einer flächendeckenden LKW Maut durch die Länder. Die Kosten müssten aufgrund der schwachen Erträge eins zu eins an die Konsumenten weiterverrechnet werden und würden daher zu einer Erhöhung der Preise führen. „Die Steuerreform bringt den Menschen endlich mehr Geld, es kann nicht sein, dass ihnen die Länder einen Teil davon gleich wieder wegnehmen“, sagt Kirnbauer.
In der Überregulierung und der daraus resultierenden Bürokratie sieht Kirnbauer das größte Problem für den Handel. „Alle Betriebe sagen mir, dass sie immer weniger Zeit zum Verkaufen haben, weil der Aufwand für administrative Tätigkeiten ständig zunimmt. So kann das nicht weiter gehen, wir brauchen weniger und verständlichere Gesetze“, so Kirnbauer.

Vorsichtiger Optimismus für das Weihnachtsgeschäft
Für das Weihnachtsgeschäft zeigt sich Spartenobmann Kirnbauer vorsichtig optimistisch. Durchschnittlich € 380 planen die Niederösterreicher für Geschenke auszugeben und werden damit rund 10 Millionen Geschenkspackerl unter den Baum legen. „In Summe erwarten wir, dass wir den Umsatz von € 300 Mio. aus dem vorjährigen Weihnachtsgeschäft wieder erreichen. Vor allem der Spielwarenhandel, der Uhren- und Schmuckhandel, der Papier- und Buchhandel und der Elektrohandel sollten hier profitieren“, meint Kirnbauer.



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