NÖ-Exporte auch 2014 auf stabil hohem Niveau

Bohuslav/Zwazl: „NÖ Unternehmen exportierten abermals Güter im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro.“

Die NÖ Exportbilanz blieb auch im vergangenen Jahr 2014 erfreulich und verzeichnete nach dem Rekordergebnis 2013 erneut ein Warenexportvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro. „Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds exportierten die niederösterreichischen Unternehmen Waren im Wert von 20,4 Milliarden Euro. Damit liegt Niederösterreich im Bundesländervergleich weiterhin an zweiter Stelle, hinter Oberösterreich“, erklärten Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich und Landesgruppen-Obfrau des Wirtschaftsbundes Niederösterreich. Insgesamt bedeutet dieses durchaus gute Ergebnis einen leichten Rückgang um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Neue Märkte gleichen Exportschwankungen aus
Ein Hauptgrund für das schwächere Gesamtergebnis 2014 im Export gegenüber 2013 liegt im Wegfall von Wartungs- und Reparaturverkehr von großen Passagierflugzeugen mit Irland, die im Jahr 2012 und 2013 überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen ließen. 2014 pendelte sich die Exportbilanz nach Irland mit 44,8 Mio. Euro auf das „übliche“ Niveau ein, was einem Rückgang um 93 Prozent entspricht. Erwartungsgemäß schwierig gestaltete sich der Export in die Ukraine mit minus 13,8 Prozent. Die Sanktionen gegen Russland wirkten sich mit minus 0,5 Prozent negativ aus.

„Erfreulich ist, dass wir mit der niederösterreichischen Internationalisierungs-Offensive auf das richtige Pferd gesetzt haben, um solche Exportrückgänge auszugleichen. Beispielsweise konnten die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate um 29,4 Prozent gesteigert werden. Aber auch Märkte, auf die wir seit der EU-Osterweiterung setzen wie Tschechien (+3,1%) und Polen (+17,5%) entwickeln sich positiv“, sind sich Zwazl und Bohuslav einig.

Wichtigstes Exportland bleibt weiterhin Deutschland (5,98 Mrd. Euro), gefolgt von der Tschechischen Republik (1,14 Mrd. Euro) und Italien (1,14 Mrd. Euro). Acht der zehn wichtigsten Exportmärkte Niederösterreichs liegen innerhalb der EU, lediglich die Schweiz und die Vereinigten Staaten sind in den „Top-10“ vertreten.

Strategie: Noch stärkerer Fokus auf das Vereinigte Königreich und den USA
Aufgrund der zum Teil sichtbaren schwierigen wirtschaftlichen Situation im Osten legt Niederösterreich den Fokus auf die Erschließung von Märkten, die von der Wirtschaftskrise weniger stark getroffen wurden und weiter Wachstumsraten vorweisen. Das Vereinigte Königreich punktet genauso mit guten Konjunkturdaten wie die USA. „An diesem Kuchen wollen wir mitnaschen“. Es ist erfreulich, dass der Export ins Vereinigte Königreich – seit Anfang dieses Jahres im Fokus der NÖ Internationalisierungsoffensive – bereits im Vorjahr ein blau-gelbes Export-Plus von 9,8 Prozent verzeichnete. Noch 2015 rücken wir auch die USA verstärkt in den Fokus unserer Internationalisierungsoffensive“, geben Bohuslav und Zwazl einen Ausblick und begründen: „Österreichische Produkte sind in den USA gefragt, schließlich liegen die Vereinigten Staaten auf dem dritten Platz der österreichweiten Exportmärkte. In NÖ liegen sie noch an sechster Stelle – ein großes Potenzial für unsere erfolgreichen Exportbetriebe.“



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