Groiss: Brauchen alternative Finanzierungsmöglichkeiten zur Ankurbelung von Investitionen

Groiß in Finanzausschuss: „Geldpolitische Maßnahmen müssen bei kleinen und mittleren Unternehmen ankommen.“

Dem Thema "Aktuelle geldpolitische Maßnahmen des Eurosystems" widmete sich eine Aktuelle Aussprache in der Sitzung des Finanzausschusses mit dem Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Ewald Nowotny, der dabei über die Ausweitung des bestehenden Ankaufprogramms auf Staatsanleihen ab März laut einem EZB-Rats-Beschluss berichtete. ÖVP-Abg. Werner Groiß, Mitglied im Finanzausschuss, zeigte sich dabei erfreut, dass der "Gouverneur die Schaffung von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zur Ankurbelung von Investitionen der Realwirtschaft begrüßt, wie dies die ÖVP seit vielen Jahren immer wieder fordert".

"Durch die Liquiditätsbereitstellung durch das neue Ankaufprogramm ergibt sich eine Verbilligung und Erleichterung der Finanzierung über den Finanz- und Kapitalmarkt auch für Banken und große Unternehmen. Diese Vorteile können Banken wiederum an unsere Klein- und Mittelbetriebe weitergeben, denn günstigere und leicht verfügbare Kredite kurbeln die Nachfrage an und haben einen positiven Effekt auf das Wirtschaftswachstum", sagte Groiß. "Wir müssen sicherstellen, dass das Geld auch bei den kleinen und mittleren Unternehmen für Investitionen ankommt."

Bei der Finanzierung unterschiedlicher Investitionen oder auch von laufenden Kosten sei es zudem wichtig, über eine entsprechende Eigenkapitalbasis zu verfügen. Auf diese Weise kann der Betrieb die gewünschten Investitionen entweder selbst aus eigener Kraft finanzieren oder aber eine Fremdfinanzierung bei einer Bank leichter bekommen, unterstrich der Abgeordnete. Auch der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank habe die Wichtigkeit der Stärkung des Eigenkapitals bestätigt.

"Angesichts der erneut im Februar gestiegenen Arbeitslosigkeit in Österreich - die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag bei 466.226 Personen - sollten wir jede Chance und jeden Reformwillen nützen, Arbeitsplätze zu schaffen", wies Groiß darauf hin, dass laut einer Studie der WKÖ jede Investition von 8.000 Euro einen Arbeitsplatz schaffe.

Der ÖVP-Abgeordnete wies im Rahmen des Ausschusses zudem auf die Möglichkeit von Crowdfunding als Instrument der Frühphasenfinanzierung hin: "Crowdfunding liefert Risikokapital für den Aufbau von jungen Unternehmen oder für die Finanzierung von Innovationsprojekten in Klein- und Mittelbetrieben."



zurück zur Übersicht Drucken teilen
Diese Website benutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.Ich bin einverstanden