Gewerbe und Handwerk hofft auf Rückenwind: Rote Null für 2015

Mega Maut und fehlende Konjunktur-Stimmungsmacher trüben die Situation – Betriebe aber weiter optimistisch.

"Vor dem Hintergrund einer nominell bereinigten roten Null für das Gesamtjahr 2015 hoffen wir auf Rückenwind. Denn anstatt die Konjunktur mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen, werden mit der Diskussion rund um die Mega Maut den Betrieben weitere Hindernisse vor die Füße gestellt“, betonte die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster. Am Ende des ersten Quartals des neuen Jahres sind dringend notwendige Konjunkturimpulse wie der Handwerkerbonus, der gerade kleinen und mittleren Betrieben wichtige Aufträge gesichert habe, weiterhin nicht in Sicht. „Das heißt, der Handwerkerbonus muss so rasch wie möglich umgesetzt werden, damit die Betriebe noch vor dem Sommer wichtige Impulse erhalten.“


Der Anteil der Betriebe, die ihre Geschäftslage im ersten Quartal 2016 schlecht bewerten, ist deutlich höher als jener, der diese gut beurteilt, ergab eine Befragung der KMU Forschung Austria unter mehr als 3000 Betrieben. Angesichts der Entwicklung des Jahres 2015 und des ersten Quartals 2016 überrascht der optimistische Ausblick der Betriebe. Die positiven Erwartungen für das zweite Quartal sind im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Zudem planen mehr Unternehmen, den Personalstand zu erhöhen.
Die Prognose sei vielleicht deshalb gut, "weil die Betriebe nun Impulse von der Steuerreform erwarten", mutmaßte Walter Bornett von der KMU Forschung Austria.

Mega Maut: Existentielle Bedrohung für Betriebe mit Werksverkehr
Mit „existentiellen Auswirkungen“, so die Obfrau, werde man jedenfalls zu kämpfen haben, wenn die von den Bundesländern geplante Mega Maut auf Landes- und Gemeindestraßen tatsächlich kommen. Denn davon wären insbesondere diejenigen Gewerbe- und Handwerksbetriebe betroffen, die im niederrangigen Straßennetz im Rahmen des Werkverkehrs für ihre Kunden unterwegs sind.



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