Gedenktafel für Leopold Maderthaner enthüllt

Sonja Zwazl und Christoph Leitl würdigten das Wirken des ehemaligen WKNÖ- und WKÖ-Präsidenten.

In Erinnerung an Leopold Maderthaner, der am 9. September seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte, wurde im Rahmen einer Gedenkfeier in Amstetten eine Gedenktafel für den Unternehmer, überzeugten Interessenvertreter und Sozialpartner enthüllt.

Zwazl: „Unternehmertum und Interessenvertretung vorgelebt“
Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin und Wirtschaftsbund-Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl hob in ihrer Festrede die Leistungen, aber auch die Menschlichkeit ihres Vorgängers als WKNÖ-Präsident hervor: „Wir können in Leo Maderthaner einen Menschen sehen, der Unternehmertum ebenso wie Interessenvertretung vorgelebt hat. Er hat wirtschaftliche Interessenvertretung von der Pike auf gelernt – und dabei Regionalität ebenso vorgelebt wie den Einsatz für seine Branchen. Doch damit nicht genug, hat er stets auch den Blick über den Tellerrand – und insbesondere in Richtung eines Beitritts Österreichs zur Europäischen Union - gerichtet.“

In dieselbe Kerbe schlägt WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der direkt aus dem Iran vom Staatsbesuch nach Amstetten anreiste: “Leopold Maderthaner ist für Frieden nach Innen, Frieden nach Außen und für Internationalisierung gestanden. Wir müssen Menschen wie Leo Maderthaner dankbar sein. Dankbarkeit ist etwas Grundsätzliches und ein Stück Lebenskultur. Diese darf nicht verloren gehen.“

Leitl: „‚Österreich-Bonus‘ durch Leo Maderthaner im Iran“
Leitl betonte, dass in das Wirken von Leopold Maderthaner einige einschneidende Ereignisse gefallen sind, die er maßgeblich prägte: Vom Fall des Eisernen Vorhangs, der EU-Volksbefragung, dem EU-Beitritt bis zur Einführung des Euro. Aber nicht nur auf europäischer Ebene hinterließ Maderthaner seine Spuren: „Beim Staatsbesuch im Iran merkte man, dass wir durch den Einsatz von Leo Maderthaner dort einen ‚Österreich-Bonus‘ haben. Er hat die Internationalisierung als Chance gesehen, die man nutzen muss.“

„Leopold Maderthaner war ein Unternehmer mit Leib und Seele, der genau gewusst hat, was Unternehmen brauchen – und was Unternehmen nicht brauchen können. Auswüchse der Bürokratie waren ihm etwa ein besonderes Gräuel – auch das ein Thema, das sich leider bis heute gehalten hat. Der Kampf gegen unsinnigen Papierkram beschäftigt uns heute wie früher“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, die im Anschluss gemeinsam mit WKÖ-Präsident Leitl und Amstettens Bürgermeistern Ursula Puchebner die Gedenktafel enthüllte.

Zur Person:

KommR Ing. Leopold Maderthaner war zwischen 1986 und 1990 Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, sowie zwischen 1990 und 2000 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich.

1989 wurde der Vater von vier Töchtern zum Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbunds gewählt. 22 Jahre saß er für die ÖVP im Parlament - von 1979 bis 1989 im Bundesrat, von 1989 bis 2001 im Nationalrat.

Leopold Maderthaner wurde am 9. September 1935 in Hausmening im Bezirk Amstetten geboren. Nach Absolvierung der HTL St. Pölten, Fachrichtung Elektrotechnik, und vierjähriger Tätigkeit in der Industrie (Siemens), gründete er 1959 die Firma "Neon-Maderthaner“. Der Betrieb entwickelte sich zu einem führenden Unternehmen für die Erzeugung von Lichtreklamen und beschäftigte rund 40 Mitarbeiter. Leopold Maderthaner starb am 28. Juli 2007 im Alter von 71 Jahren.


1986 – 1990 Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich
1990 – 2000 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
1972 – 1985 Stadtrat von Amstetten
1979 – 1989 Mitglied des Bundesrates
1989 – 2001 Abgeordneter zum Nationalrat



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