Arbeitszeitflexibilisierung Gebot der Stunde

Im Rahmen des Wirtschaftsparlaments fordert WBNÖ-Sparten-Obmann Wolfgang Ecker Erleichterungen für die Betriebe bei der Arbeitszeit.

12 + 60 + 24 – 12 Stunden pro Tag, 60 Stunden pro Woche und durchgerechnet auf 24 Monate, also zwei Jahre: So einfach ist die Formel des Wirtschaftsbundes Niederösterreich zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Unsere Betriebe brauchen mehr Gestaltungspielraum, um Auftragsspitzen abzudecken. Durch eine tägliche Höchstarbeitszeit von 12 Stunden entstünden für die Arbeitnehmer auch längere Freizeitblöcke“, erklärt Wolfgang Ecker, NÖ Sparten-Obmann Gewerbe und Handwerk. Er hat dazu einen entsprechenden Antrag im WKNÖ-Wirtschaftsparlament eingebracht: „In Ausnahmefällen soll die Wochenhöchstarbeitszeit auch auf 60 Stunden ausgedehnt werden können, wobei durch ein Jahresarbeitszeitmodell sichergestellt werden soll, dass es bei einem Durchrechnungszeitraum von 24 Monaten zu keiner Mehrarbeit kommt.“

Ecker spricht von einer Win-Win-Situation für beide Seiten: „Die Mitarbeiter können durch die längeren Freizeitblöcke flexibler agieren, beispielsweise wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht.“ Das sieht der Unternehmer auch durch eine aktuelle Marketagent-Umfrage unter Arbeitnehmern bestätigt: „73 Prozent der Arbeitnehmer sind überzeugt, dass Flexibilität im Wirtschaftsleben immer wichtiger wird. Für sogar 89 Prozent der Mitarbeiter ist Flexibilität der Arbeitszeit eine Selbstverständlichkeit, wenn dadurch längere Freizeitblöcke oder höhere Verdienstchancen entstehen.“

Der Wirtschaftsbund Niederösterreich möchte vor allem das hervorragend funktionierende Zusammenspiel zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern stärken, denn derzeit bewegen sich die blaugelben Betriebe zu oft in Grauzonen, „Wir möchten die Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitszeiten auf Betriebsebene durch Betriebs- und Einzelvereinbarungen forcieren“, so Landesgruppen-Obfrau Sonja Zwazl. Und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus ergänzt: „Denn Unternehmer und Betriebsräte kennen die individuellen Bedürfnisse am besten.“



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