Gewerbeordnung - Meister gerettet

Nach langen Verhandlungen auf parlamentarischer Ebene konnte der Wirtschaftsbund wichtige Punkte in der Reform der Gewerbeordnung fixieren. „Für uns ist entscheidend, dass Qualität und Qualifikation gesichert bleiben. Das ist mit der Beibehaltung des Meisters und der dualen Ausbildung gelungen. Neben der Modernisierung im freien Bereich ist es außerdem zu vielen wichtigen Verbesserungen für Unternehmer gekommen – vor allem im Betriebsanlagenrecht. Mit der Kostenbefreiung bei der Anmeldung haben wir eine weitere Verbesserung für Unternehmer erzielt.“

Qualität und Qualifikation sind entscheidend. Der Meister bleibt erhalten. Erleichterungen machen Gewerbeanmeldungen schneller und günstiger. 

Die wichtigsten Punkte zur Gewerbeordnung im Überblick:

  • Der Meister ist gerettet! Die Handwerksberufe bleiben unangetastet, was im Hinblick auf Ausbildung und Qualität entscheidend ist. Wir konnten verhindern, dass es zu einem Kahlschlag der Gewerbeordnung gekommen ist: sämtliche reglementierten Gewerbe werden vollständig beibehalten. Dies entspricht einer unserer Hauptforderungen, die wir auch in unserer Kampagne „Rettet den Meister“ klar angesprochen haben. Der Erhalt der Meisterprüfung ist für uns unerlässlich! Sie ist ein bewährtes Qualitätsmerkmal. Sowohl Kunden als auch Mitarbeiter profitieren von der umfassenden Ausbildung und den Fachkenntnissen, die in einem Meisterbetrieb angeboten werden. Das garantiert die hohen Standards am Standort Österreich und sichert unser duales Ausbildungssystem ab. Weil wir wissen: die Mehrzahl der Lehrlinge - mehr als 80 Prozent - wird in reglementierten Gewerben ausgebildet.
  • Systemvereinfachung: Es gibt keine Teilgewerbe mehr. Nur noch freie und reglementierte Gewerbe. Damit wird eine systematische Vereinfachung des Gewerbesystems erreicht, da es mit dem Wegfall der teilreglementierten Gewerbe nur mehr zwei Kategorien (freie und reglementierte Gewerbe) gibt. Damit wird die unternehmerische Tätigkeit in 19 Bereichen erleichtert. Nach Anmeldung können sie sofort ausgeübt werden.
  • Modernisierung: Die Gewerbeanmeldung funktioniert künftig auch digital und ist mit wenigen Maus-Klicks erledigt. Durch die Online-Anmeldung wird „aktiver Bürokratieabbau“ betrieben, da das Zugangsverfahren außerordentlich erleichtert wird.
  • Kostensenkung: Die Anmeldung ist in Zukunft kostenlos. Bundesgebühren und Abgaben fallen weg. Ebenso werden Gründer im ersten Jahr nach der Gründung von der Grundumlage befreit.
  • Betriebsanlagengenehmigungen werden einfacher und schneller. Zentrales Ziel war, den unternehmerischen Alltag zu erleichtern und bürokratische Hürden in der täglichen Praxis zu beseitigen. Das gelingt nun durch ein umfassendes Maßnahmenpaket im Bereich des Betriebsanlagenrechts. Ergebnis: Verfahren werden beschleunigt, teilweise ganz gestrichen und vereinfacht. Die Verfahrenskosten werden gesenkt und Unternehmer finanziell entlastet.

  • Einführung des Grundsatzes: „Beraten statt Strafen“. Bei kleineren Fehlern, die zum Beispiel durch die Flut an Vorschriften passieren können, ist in Zukunft zuerst eine Beratung anstatt einer sofortigen Bestrafung vorzunehmen. Das Unternehmen erhält demnach in Zukunft in bestimmten Fällen an Stelle einer sofortigen Strafe zuerst eine schriftliche Aufforderung zur Verbesserung. 

  • Verbesserungen für Branchen – insbesondere für Hoteliers und Gastronomen. Einerseits konnten praktikablere Lösungen für Lärm-Probleme verankert werden. Andererseits berechtigt die Gastgewerbeberechtigung  künftig auch - ohne extra Gewerbeschein für die reglementierten Gewerbe Massage/Reisebüro anmelden zu müssen – für das Anbieten von Pauschalreisen und das Anbieten von verbundenen Reiseleistungen, wie Unterbringung mit Skikarte, Verleih Sportausrüstung oder Tagesausflug, sowie Massageleistungen an Beherbergungsgästen.


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