Wirtschaftsbund ad Steuerreform: Kleinunternehmer können aufatmen!

30.04.2019/

Bundesleitung

Egger: Mit Entlastungsmaßnahmen für Kleinunternehmer wurden wichtige Forderungen des Wirtschaftsbundes umgesetzt.

„Die Bundesregierung hat die Zeichen der Zeit erkannt und gehandelt: Mit der Steuerreform werden früher als bisher geplant Entlastungen für unsere Kleinunternehmer und den Wirtschaftsstandort umgesetzt. Wir fordern schon lange eine spürbare Entlastung für alle, die tagtäglich aufstehen, hart arbeiten und den Standort Österreich vorantreiben. Besonders wichtig ist uns dabei, dass kleine und mittlere Unternehmen rasch entlastet werden“, zeigt sich WB-Generalsekretär Kurt Egger mit der heute präsentierten Steuerreform grundsätzlich zufrieden.

So bringt die Steuerreform beginnend 2020 eine Entlastung für Unternehmen um mehr als 1,5 Mrd. € pro Jahr. Neben der Senkung der Körperschaftssteuer von 25% auf 21% ab 2023 sind vor allem die Erhöhung der geringwertigen Wirtschaftsgüter auf 1.000 €, die Ausweitung des Gewinnfreibetrags auf 100.000 € und Erleichterungen bei der Steuererklärung für Kleinunternehmer wesentliche Punkte.

Derzeit können die Kosten von abnutzbaren Wirtschaftsgütern (Handy, Laptop, etc.) bis zu einer Grenze von 400 € sofort abgeschrieben werden. Durch die Erhöhung auf 1.000 € können Anschaffungen als Betriebsausgabe den steuerlichen Gewinn verringern und führen so zu niedrigeren Steuern für unsere Betriebe. „Die letzte Anhebung der geringwertigen Wirtschaftsgüter war vor mehr als 20 Jahren. Die Erhöhung war dringend notwendig und ist sowohl eine finanzielle als auch eine bürokratische Entlastung“, so Egger.

Auch die Erhöhung der Wertgrenze für Kleinunternehmer von 30.000 € auf 35.000 € sowie die pauschalierte Steuererklärung sind positiv zu bewerten: „In den meisten Fällen geht es hier um Einzelunternehmer oder Unternehmer in der Gründungsphase. Genau sie brauchen besondere Unterstützung“, so Egger. Unter der Wertgrenze von 35.000 € muss nämlich keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeliefert werden. Seit 2016 können bereits Arbeitnehmer unter bestimmten Umständen keine Steuererklärung abgeben, erhalten aber automatisch eine Steuererstattung. Mit der pauschalierten Steuererklärung soll das auch Kleinunternehmern ermöglicht werden. Dadurch würden aufwendige Buchführung und komplizierte und bürokratische Steuererklärungen entfallen. Wichtig ist, dass Unternehmer weiterhin eine vollumfängliche Steuererklärung abgeben dürfen, wenn das für sie mehr Steuervorteile bringt.

„Auch wenn hier noch einige Fragen zu klären sind - etwa bei der Steuererleichterung für das Arbeitszimmer für Einzelunternehmer und bei der Entlastung der Krankenversicherungsbeiträge für Selbstständige – kann man der Regierung zu dieser Steuerreform mit Hausverstand gratulieren. Damit wird ein Wahlversprechen eingehalten und umgesetzt, ohne dabei neue Steuern einzuführen“, so Egger abschließend.



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