Wirtschaftsbund ad Gewessler: Ausbau bestehender Infrastruktur statt Plastikpfand

07.09.2020/

Bundesleitung

Die Einführung des Plastikpfands belastet insbesondere kleine Unternehmen und befeuert in Zeiten der Krise das Greislersterben.

„Ein Einweg-Plastikpfand würde vor allem kleine Lebensmittelhändler und Nahversorger treffen, die bereits jetzt sehr unter der Corona-Krise leiden“, so Abg.z.NR. Carmen Jeitler-Cincelli, stv. Generalsekretärin des Wirtschaftsbundes.

Laut einer Untersuchung des Economica Instituts würde die Einführung eines solchen Systems jedem Unternehmen pro Jahr 10.500 Euro kosten: Unternehmen müssten Rücknahmesysteme schaffen, ihre Logistik ausbauen, mehr Personal einstellen und Lagerplätze für das Leergut schaffen.

„Dieser sprunghafte Anstieg von Fixkosten für Logistik, Administration und Personal wird sich für viele Unternehmen nicht mehr rentieren. Auch die angekündigten Ausnahmen für kleinere Betriebe würden die Kundenströme nur hin zu den großen Playern verlagern und für kleine Unternehmen schlussendlich den wirtschaftlichen Kollaps bedeuten“, so Jeitler.

Wien bei der Sammelquote mit Abstand Schlusslicht

Um Unternehmer nicht zusätzlich zu belasten muss das bestehende System ausgebaut, Sammel-Lücken geschlossen und bewusstseinsbildende Maßnahmen erweitert werden. Tirol, Vorarlberg und das Burgenland erfüllen die EU-Sammelquote von 90% bereits. Wien ist weit abgeschlagen mit einer Sammelquote von 34%.

„Es ist nicht nötig, ganz Österreich mit einem Plastikpfand zu belasten, nur weil Wien die Quote nicht erfüllt. Jetzt wird im Wahlkampf wieder fleißig Umweltschutz plakatiert, konkrete Maßnahmen hat die rot-grüne Stadtregierung die letzten Jahre aber verabsäumt“, so Jeitler abschließend.



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