Wirtschaftsbund: Einheitliches Trennsystem statt Plastikpfand

23.09.2020/

Bundesleitung

Jeitler-Cincelli: Wenn Wien bei der Sammelquote nicht nachzieht, soll die Stadt die EU-Strafzahlungen übernehmen

„In Österreich werden bereits 70% aller PET-Flaschen gesammelt. Tirol, Vorarlberg, Burgenland sammeln bereits 9 von 10 PET-Flaschen. Auch andere Bundesländer haben sehr ambitionierte Programme, mit denen wir in den kommenden Jahren mit Leichtigkeit die EU-Sammelquote erreichen werden. Nur bei Wien wird’s schwierig: Hier werden nur 3 von 10 Flaschen gesammelt. 7 von 10 werden gemeinsam mit dem Restmüll verbrannt. Wien lebt beim Recycling in der Steinzeit“, so Abg.z.NR Carmen Jeitler-Cincelli bei der aktuellen Stunde im Nationalrat zum Thema Abfallvermeidung.

Wien casht dreifach ab!

Wien casht mit dem jetzigen System dreifach ab: Für die höheren Restmüllgebühren bei den Wienerinnen und Wienern, für Millionen von der ARA durch die Abgeltungsverordnung und dann noch für hohe Erlöse bei der Müllverbrennung. „Das ist unglaublich dreist. Hier sind wir in einer Fairness-Debatte. Sollten wir die Ziele nicht erreichen – dann müsste meiner Meinung nach auch die Stadt Wien die EU-Strafzahlungen übernehmen“, so Jeitler-Cincelli.

PET-Pfand ist kein Mehrweg

Österreich braucht eine echte ökologische Lösung. Die Einführung von Pfand auf Einwegflaschen schafft kein Mehrwegsystem: Aus PET-Flaschen wird ein Plastikgranulat erzeugt, das im Moment kaum zum Einsatz kommt, da der Rohölpreis so günstig.

Wichtiger wäre es, echte ökologische Lösungen zu diskutieren und Mehrwegsysteme auszubauen. Dazu bekennt sich die Regierung auch im Koalitionsprogramm. „Was wir brauchen ist ein österreichweites einheitliches Trennsystem – eine Hausabholung und Trennmöglichkeiten im Öffentlichen Raum, im Park, an der Bushaltestelle, am Spielplatz“, so Jeitler abschließend.



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