Haubner: Arbeitszeitflexibilisierung als Polit-Spielball ungeeignet

20.07.2017/

Bundesleitung

Wirtschaftsbund weist bewusste Fehlinterpretierungen der Gewerkschaft zurück

Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner warnt vor falschen Interpretationen bei der Auslegung von Modellen zur Arbeitszeitflexibilisierung: „Niemand hat von einer generellen Ausweitung der Arbeitszeit auf 12 Stunden täglich gesprochen. Es geht lediglich darum Modelle für Spitzenzeiten zu schaffen, in denen z.B. aufgrund hoher Kundennachfrage  mehr Arbeit anfällt.“ Das würde auch den Wünschen der Arbeitnehmer entsprechen.“ 

Haubner weiter: “Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung ist entscheidend für den Wirtschaftsstandort Österreich und nicht für tagespolitische Stimmungsmache  geeignet. Hier geht es um gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen.“ Abg.z.NR Haubner führt zudem aus: „Das moderne Wirtschaftsleben erfordert immer öfter kurzfristige Mehrleistungen. Wenn diese mit etwa mit Zeitausgleich vergütet werden, verlängert sich die Arbeitszeit insgesamt nicht – sie wird nur verlagert.“ Im öffentlichen Dienst, etwa bei Polizei oder Krankenhäusern, seien im übrigen Arbeitszeiten von bis zu 13 Stunden täglich erlaubt. Der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes (ÖWB) erläutert zudem: „Gerade in nordischen Ländern wie Schweden und Finnland, die sehr hohe soziale Standards bieten, gibt es weitaus flexiblere Arbeitszeitgrenzen. Deren Wettbewerbsfähigkeit ist hingegen ausgezeichnet – zum Wohle des Standorts und damit auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen.“ 

Der Wirtschaftsbund setzt sich daher weiterhin für eine zeitgemäße Anpassung der Arbeitszeitmodelle in Österreich ein – gerade im Hinblick auf den Standort. Haubner: „Für konstruktive Verhandlungen ist die Unternehmerseite immer bereit. Polemik und Panikmache sind hingegen kontraproduktiv. Kluge Arbeitszeitflexibilisierung entspricht sowohl den  Bedürfnissen der Arbeitgeber, wie auch denen der Arbeitnehmer.“



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