Arbeitszeitflexibilisierung: Schluss mit Märchen und Mythen!

08.06.2018/

Bundesleitung

WB Generalsekretär Tritscher: Genereller 12-Stunden-Tag steht nicht zur Debatte

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz der Arbeitnehmer-Vertreter wurden einmal mehr Märchen und Mythen zur Arbeitszeitflexibilisierung verbreitet. Klar ist, Gewerkschaft und Arbeiterkammer wehren sich gegen eine Modernisierung der Arbeitszeit. „Die Arbeitnehmer-Vertretung ist in der neuen Arbeitswelt wohl noch nicht ganz angekommen“, stellt Wirtschaftsbund-Generalsekretär René Tritscher fest.

„Fakt ist: Wie von Gewerkschaft und Arbeiterkammer propagiert, steht ein genereller 12-Stunden-Tag nicht zur Debatte“, stellt Tritscher klar. 12 Stunden Arbeit am Tag bleiben die Ausnahme und am generellen 8-Stunden-Tag wird nicht gerüttelt. Auch die Regelungen der Überstunden bleiben gleich. Flexible Arbeitszeiten bringen damit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entweder mehr Geld oder längere Freizeitblöcke, beispielsweise für Kurzurlaube mit der Familie.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen mehr Flexibilität in der Arbeitszeit, wie aus der vom Wirtschaftsbund in Auftrag gegebenen GfK-Studie (Einstellung zur Arbeitszeit, n=3400, österreichische Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren, Befragungszeitraum April-Mai 2018) zum Ausdruck kommt. Diese zeigt deutlich, dass sich 76% der österreichischen Bevölkerung sehr wohl vorstellen können, einen Zeitpolster aufzubauen, um dadurch mehr Freizeit konsumieren zu können. Damit sind die Mitarbeiter in den österreichischen Betrieben flexibler als Gewerkschaft und Arbeiterkammer“, erläutert WB-General Tritscher.

Für Betriebe sind flexible Arbeitszeiten ein Schlüsselfaktor zum Erfolg. Unternehmen, die im Wettbewerb schneller und flexibler reagieren können, spielen vorne mit. Globaler Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, immer anspruchsvollere Kunden und auch längere Öffnungszeiten erfordern von Betrieben ein gewisses Maß an Flexibilität. 75% der Befragten in Österreich sind der Meinung, dass Unternehmer und Mitarbeiter heute flexibler agieren müssen als früher. Zudem sagen 74%, dass flexible Arbeitszeiten besser zur heutigen Zeit und ihren Bedürfnissen passen. Deutschland zeigt es vor: Dort wurden die Arbeitszeitgesetze bereits reformiert, heute verzeichnet Deutschland mit zuletzt 3,4% eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in der EU.

„Daher fordern wir mehr Gestaltungsfreiheit für alle. Es ist an der Zeit, die starren gesetzlichen Regelungen aufzubrechen und eine moderne Arbeitswelt mit flexiblen Arbeitszeiten zu schaffen, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber wünschen“, bekräftigt Tritscher abschließend.



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