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Wirtschaft gestaltet Politik in OttakRing,
Hernals, währing und döbling
„Wir haben uns die Ideen von den Unternehmern geholt!“  

Wien, 
26. November 2009  

Im mondänen Gastronomiebetrieb „Anton Frank“ mitten in Währing lud der Wiener Wirtschaftsbund zur „Wirtschaft gestaltet Politik Tour“. Gut 100 Unternehmer, vor allem aus Ottakring, Hernals, Döbling und Währing folgten der Einladung und lauschten der Präsentation des WIRTSCHAFTSBUCHs.

Der Wirtschaftsbund Wien initiierte seit Juni einen breit angelegten Diskussionsprozess. In dessen Rahmen wurden 1000 Jungunternehmer in den Bezirken besucht, 1400 Funktionäre führten Branchengespräche und eine breit angelegte Umfrage, bei der 2700 Wiener Unternehmer zu den Anliegen und Forderungen befragt wurden, bildeten die Basis für diesen Dialog. Im zweiten Schritt wurde mit der „Wirtschaft fordert Politik“ Tour eine Diskussionsplattform veranstaltet, bei der über 600 Wirtschaftstreibende zusätzlich Vorschläge einbrachten. „Wir wollten die Unternehmer aktiv einbinden und haben dadurch eine überwältigende Mitarbeit erreicht!“ fasst Irmingard Floegl - Währinger WB-Obfrau - die Aktion zusammen.

Im Zuge der Analyse wurde der Wirtschaftsbund auf eine Branche aufmerksam, die spezielle Herausforderungen zu bewerkstelligen hat: die Unternehmensberater und Informationstechnolgen (UBIT); Als „Special Guest“ wurde deshalb WB-Obmann in der Branche UBIT Robert Bodenstein eingeladen. Er skizzierte kurz die Erfolge, wie die Abfertigung Neu-, Arbeitslosenversicherung- und das 13./14. Gehalt für die Unternehmer. , Der größte Erfolg für die Solisten unter den Wirtschaftstreibenden war die Errichtung des Forum Einpersonenunternehmen in der Wirtschaftskammer Wien. Dieses neue Service stellt sieben Besprechungsräume stundenweise kostenlos für Geschäftstermine zur Verfügung, bietet unterschiedliche Themen-Workshops und Netzwerkmeetings an. Damit der Nachwuchs in der Zwischenzeit optimal versorgt ist, steht eine professionelle Kinderbetreuung bereit. „Damit ist es leider nicht getan!“ gesteht Bodenstein ein. „Eine zusätzliche Hilfe wäre es, wenn es jedem Einpersonen Unternehmer möglich wäre, sein Büro im Wohnungsverband steuerlich geltend machen zu können!“ Die 15.000 Kollegen und deren Anliegen sind für Robert Bodenstein eine Herzensangelegenheit und dafür wird er als Spitzenkandidat bei der kommenden Wirtschaftskammerwahl kämpfen.

Zur Fotogalerie | Wirtschaft gestalte Politik 16., 17., 17., 18., 19. Bezirk

Wirtschaftsbuch & EVA
All diese Ziele, Visionen und Anliegen sammelte der Wirtschaftsbund und entwickelte daraus ein 300 Seiten starkes Zukunftsprogramm: Das Wirtschaftsbuch
Die wichtigsten Forderungen wurden aus den einzelnen Branchen, Bezirken, Sparten auf 30 Punkte und unter der Erfolgsformel für die Zukunft der Wiener Wirtschaft E. V. A. – E.ntlasten – V.ereinfachen – A.nkurbeln zusammengefasst. Der Wirtschaftsbund Direktor Dr. Alexander Biach brachte jeweils ein passendes Beispiel:

Entlasten
Liquiditätssicherheit sicherstellen
Der Zugang zu Finanzierungen muss erleichtert werden. Strengere Eigenkapitalvorschriften (Basel II) oder die Wirtschaftskrise dürfen keine Ausrede dafür sein, wichtige Unternehmenskredite nicht zu vergeben. Die Haftungsübernahmen und Kreditförderungen des Staates und der Stadt müssen laufend ausgeweitet, aber von Kreditinstituten auch akzeptiert werden. Durch Druck auf internationale Institutionen müssen krisenverstärkende Eigenkapitalvorschriften rasch repariert werden. Die Wirtschaft muss leben!

Vereinfachen
Parkpickerl einfach picken
Gerade die Genehmigung von Parkpickerln für Betriebe ist mit einer untragbaren Bürokratie verbunden: Voraussetzungen für den Aufkleber sind schwere, regelmäßige, erforderliche Liefertätigkeiten und das muss anhand von Rechnungen durch den Unternehmer belegt werden, dann Wartezeit Minimum 5 Wochen. Daher: erstes Parkpickerl für den Unternehmer ohne komplizierte bürokratische Nachweispflichten

Ankurbeln
Förderungen fördern
Allgemeine Investitionsanreize statt Schrebergartenausrichtung. Durchblick statt Förderdschungel. Aufstiegshilfen statt Einstiegshürden. Die Förderlandschaft in Wien muss weiterentwickelt werden: Ein leichterer und schnellerer Zugang für alle Unternehmen zu einer Basisförderung, gemischt mit Spezialförderungen, um zum nachfrageorientierten Branchenmix und zur Innovationsorientierung der Stadt beizutragen. Und um kein Geld liegen zu lassen ist gerade im Tourismus eine bessere Abstimmung des Landes mit Bundesförderungen wichtig.

„Wir sind nicht so klug, wir haben uns einfach die Ideen von den Unternehmern geholt!“ freut sich Alexander Biach über den erfolgreichen Zukunftsprozess. „Der Wirtschaftsbund als Partner der Unternehmer steht für die Umsetzung der Ideen!“ meint Biach und hofft auf eine breite Unterstützung durch die Unternehmer bei der kommenden Wirtschaftskammerwahl.