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„Wirtschaft fordert Politik. Was unsere Unternehmer jetzt wirklich brauchen“
Ottakring | Hernals | Währing | Döbling  

Wien,
8. Oktober 2009

Reges Interesse und heiße Diskussionen prägten die dritte Station der „Wirtschaft fordert Politik“-Tour am Dienstag, 6. Oktober 2009, im Biergasthof Edelmann in Gersthof (Wien 18). Die Ergebnisse einer umfangreichen Befragung unter den Unternehmerinnen und Unternehmern aus Ottakring (16), Hernals (17), Währing (18) und Döbling stand am Programm. Welche Maßnahmen kommen gut bei unseren Betrieben an?



Was wünschen sich die Gewerbetreibenden in den Wiener Westbezirken? Die Antworten auf diese Fragen wollten sich auch jene nicht entgehen lassen, an die der Wirtschaftsbund mit dem aus der Befragung abgeleiteten Forderungspaket herantreten wollte, die Vertreter der Bezirkspolitik. Neben zahlreichen Bezirksräten waren auch der Bezirksvorsteher aus Döbling Adi Tiller und der Bezirksvorsteher-Stv. aus Hernals Manfred Juraczka zugegen. Obwohl terminlich verhindert sicherten die Vorsteher aus Währing und Hernals ihr Interesse an enger Zusammenarbeit im Vorfeld zu.

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Die Abend verlief spannend. Der Einstieg durch die Präsentation der Studienergebnisse sorgte bereits für erste Diskussionen: Hohe Zufriedenheit der Unternehmerschaft in Döbling (7, 41 von 10 möglichen Punkten), gefolgt von Währing (6,62), dann Hernals (6,15) und schließlich Ottakring (6,02).



Und dann die Anliegen im Konkreten:
„Dringendstes Anliegen für Ottakring“, so Andreas Würfel, der geschäftsführende WB-Obmann aus dem 16ten, „sind Verbesserungen für den Zulieferverkehr beispielsweise durch mehr Ladezonen oder keine Kurzparkgebühr für die Ladedauer. Aber auch die gezielte Förderung für die bedarfsorientierte Ansiedelung eines ausgewogenen Branchenmixes ist rd. 73 Prozent der Ottakringer Betriebe ein Anliegen.“ Die Förderung könnte laut Würfel bspw. in Form von Geschäftsmietzahlungen für jene Betriebe bestehen, deren Waren und Dienstleistungen im Bezirk nachgefragt und benötigt werden.

Ähnlich das Bild in Hernals, wo es neben den Wünschen der Unternehmen nach Parkerleichterungen auch den Ruf nach einer infrastrukturellen Weiterentwicklung der Hernalser Hautpstraße in Richtung großer Einkaufsstraße gibt. Petra Gregorits, die stv. Bezirksgruppenobfrau des WB-Hernals: „Sieben von zehn Betrieben unterstützen den Ausbau der Hernalser Hauptstraße zwischen Rosensteinstraße und Wattgasse zum Boulevard Hernals, einer attraktiven Einkaufsmeile. Breite Gehsteige, gezielt geförderte Geschäftsansiedelungen. Das sollten wir gemeinsam angehen.“ Und Gregorits sah in der Nähe zum AKH und der Kreativszene in den Stadtbahnbögen auch die Chance unternehmerische Gesundheits-, Kreativ- und Sozialcluster nach Hernals zu bekommen.

Parkplatz- und damit Ladeprobleme scheinen auch in Währing hoch im Kurs zu stehen. Die geschäftsführende Obfrau des WB18, Irmi Flögel unterstrich den Wunsch nach Ausdehnung der kostenlosen Kurzparkmöglichkeit von 10 auf 20 Minuten sowie nach vermehrten Anstrengungen in Richtung zusätzliche Parkmöglichkeiten durch Garagenbau. Auch rund 2/3 aller Währinger Unternehmen äußerten in der Befragung diese Anliegen.

Sich seiner Qualitäten bewusst präsentierte Döbling mit seinem WB-Obmann Karl Pisec die Wünsche nach erhöhter Förderung der Döblinger Tourismusbetriebe als Wiener Kulturgut. „Das ist ein viel zu wenig beachteter Wirtschaftszweig, der wichtig ist für unseren Bezirk, unsere Stadt auch für unser Land. Die Döblinger Heurigen und Tourismusbetriebe gehören weit über die Grenzen Wiens hinaus vermarktet, das sehen auch zwei Drittel aller Döblinger Betriebe so“, wies Pisec auch auf die Aktivitäten des vom Döblinger WB mitinitiierten „Tourismusverein Döbling“ hin. Neben den Ladezonenanliegen ist den Betrieben im 19ten mit 68% vor allem der Bau der Abfahrt Nordbrücke zur Grinzingerstraße wichtig.

Für intensive Diskussionen sorgten die rund 100 Teilnehmer nicht nur im offiziellen Teil sondern noch lange beim Ausklang. Alexander Biach, der Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes abschließend: „Ein erfolgreicher und konstruktiver Abend, der Wege und Ansätze für rasche Verbesserungen brachte.“