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„Wirtschaft fordert Politik. Was unsere Unternehmer jetzt wirklich brauchen“
Mariahilf | Neubau | Josefstadt | Alsergrund

Wien, 
9. Oktober 2009  

9 von 10 Unternehmern sprechen sich gegen zuviel städtische Bürokratie aus. Verwaltungsvereinfachung sticht Krise aus!  


Über den Sommer befragte der Wirtschaftsbund Wien mit Hilfe des Meinungsforschungsinstituts „market“ über 2700 Unternehmer der Bundeshauptstadt zu ihren wichtigsten Anliegen. Die Top-Erkenntnis: Selbständige empfinden den bürokratischen Aufwand in Wien als größte Hürde für erfolgreiches Wirtschaften. Dieses und viele weitere Themen stellt der Wirtschaftsbund nun im Rahmen der „Wirtschaft fordert Politik Tour“ in allen Wiener Bezirken vor.

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93 % der Neubauer Unternehmer fühlen die überbordende und komplizierte Bürokratie als Belastung. Konkret: Warum müssen bei statistischen Meldungen – Bestandteil bei jedem Antragsbegehren – immer wieder seitenweise Daten erhoben werden. „Ein Formular, es darf dann auch umfangreich sein, genügt ja für Erhebung!“ meint der Wirtschaftsbundobmann von Neubau Markus Frömmel. Dieses umfangreiche Formular wird zentral gespeichert und die Behörden können jederzeit zugreifen. Der zentrale Nutzen: Der Unternehmer ist entlastet!

Die Mariahilfer Unternehmer sehen neben der Verwaltungsvereinfachung noch weitere Themen: 71% der Befragten fordern mehr Kontrolle bei Hütchenspielern, Taschenspielern und Hausierern. Karl Gödde – Wirtschaftsbundobmann Mariahilf – fordert eine stärkere Kontrolle durch zusätzliches Wachpersonal. „Damit das subjektive und objektive Sicherheitsgefühl gestärkt wird!“ In beiden Bezirken sprachen sich fast 2/3 der Unternehmer für die Wirtschaftsbundforderung nach alternativen Demonstrationsrunden aus. Ziel dieser Forderung ist eine gleichmäßige Verteilung der Demonstrationslasten und nicht das Demonstrationsrecht an sich.



In der „bürgerlichen“ Josefstadt sind die Ladetätigkeiten in den Kurzparkzonen der große Aufreger: 74% der Unternehmer fordern keine Kurzparkgebühren bei Ladetätigkeiten. „Vor allem Zusteller, die meist kurz länger als 10 Minuten für die Lieferung der Waren benötigen, werden mit zwei bis drei Strafzetteln die Woche dafür belohnt!“ ärgert sich Wirtschaftsbundobmann Peter Dobcak. „Der Wirtschaftsbund fordert daher eine Verlängerung des Gratisparkens für die Zulieferunternehmen auf 20 Minuten!“

Im 9. Bezirk stehen die leerstehenden Geschäftslokale vor allem in der äußeren Liechtensteinstraße, in der Alserbachstraße und in der Nußdorferstraße im Zentrum des Interesses. 70% unterstützen die Wirtschaftsbundforderung nach einer Förderung eines bedarfsorientierten Branchenmixes durch Erhebung des lokalen Nahversorgerbedarfs gekoppelt mit der Förderung der Geschäftsmiete speziell für diese Unternehmer. „Wir schaffen dadurch ein Anreizsystem gerade für jene Geschäfte, die wir in den Straßen wirklich brauchen!“ zeigt sich Wirtschaftsbundobmannstellvertreter Heinz Appel überzeugt.

Der Wirtschaftsbund Wien sammelt alle Reaktionen, Ideen und Erkenntnisse aus der „Wirtschaft fordert Politik Tour“ und setzt dieses Kraftpaket auf die politische Agenda. „Der Wirtschaftsbund – als größte Unternehmervertretung in Wien – ist der Partner an der Seite der Unternehmer!“