4. Oktober 2010
Asterix-Kampf gegen den Verwaltungs-Spießroutenlauf erinnerte 250 Selbständige bei der „Jetzt Gegensteuern“-Station im Schweizerhaus an ihre Bürokratieleiden mit der Stadt Wien

Riesenandrang herrschte Freitag Abend bei der „Jetzt Gegensteuern“-Tour-Station im Wiener Schweizerhaus. Die WB-Bezirksgruppen rund um die Donau: Floridsdorf, Donaustadt, Leopoldstadt, Brigittenau und auch die Innere Stadt luden zur Präsentation von Verbesserungsvorschlägen für die Unternehmerschaft der jeweiligen Bezirke.
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Im Mittelpunkt stand einmal mehr der drängende Wunsch der Gewerbetreibenden nach einer „unternehmerfreundlichen“ Stadtverwaltung. Stadträtin Isabella Leeb brachte in ihrem Statement den klaren Kurs des Wirtschaftsbundes und der ÖVP-Wien auf den Punkt: „Wir brauchen einen wirklichen Wirtschaftsstadtrat, der für alle unternehmerischen Belange zuständig ist und keinen Fleckerlteppich quer durch die ganze Stadtregierung.“ Derzeit sind zumindest 4 (!!) Stadträte und das Magistratische Bezirksamt zuständig, wenn es beispielsweise darum geht einen Würstelstand zu eröffnen.
„Man merkt es als Unternehmerin einfach, der SPÖ-Stadtregierung ist Wirtschaft und Unternehmertum nicht wichtig“, fasste Leeb, selber Bauunternehmerin, den Spießroutenlauf für Selbständige zusammen. Für (traurigen) Wiedererkennungswert sorgte dabei auch die verzweifelte Suche von Asterix und Obelix nach dem "Passierschein A38" im „Haus das Verrückte macht!“.
Neben den Punkten für die Verwaltungsreform konnten – belegt durch die große Unternehmerbefragung – seitens der WB-Bezirksgruppenobleute konkrete Verbesserungsvorschläge präsentiert werden.
Die Unternehmer in der Inneren Stadt fordern bessere Vorabinformationen über Baustellen (91%) und das erste Parkpickerl pro Unternehmer ohne bürokratischen Nachweis der „betrieblichen Notwendigkeit“ (82%).
Das alles bestimmende Unternehmer Thema in der Leopoldstadt mit 89% ist das Erheben des benötigten Nahversorgerbedarfs und Belebung der Tabor- und Praterstraße durch mehr Engagement der Bezirksvertretung. Zusätzlich wünschen sich 86% einen leichteren Zugang zum ersten Unternehmer-Parkpickerl.
Wie ein roter Faden zieht sich das Unternehmer-Parkpickerl-Thema durch die Bezirke: In der Brigittenau steht es sogar mit 82% an oberster Stelle. Eine innovative Idee des Wirtschaftsbundes hat mit 53% ebenfalls überzeugt: Den Durchzug der Wallensteinstraße bis zur Brigittenauerbrücke – damit wären 3 Bezirke verbunden.
Über der Donau - in Floridsdorf – fordern 81% der Gewerbetreibenden mehr Engagement der Bezirksvorstehung bei der Belebung des Floridsdorfer Spitzs. Ebenfalls mit 81% Zuspruch wird eine Neukonzeptionierung des Schlingermarktes nach dem Modell des Karmelitermarktes gefordert. Die Errichtung von neuen Shopping-Centers wird mit eindeutigen 82% abgelehnt.
Der flächenmäßig größte Bezirk Donaustadt lässt mit der Forderung „Sicherung von Betriebsflächen nicht nur für Büros, sondern für Produktion, Logistik, Forschung oder Entwicklung“ aufhorchen. 82% stimmen dieser Idee zu. Ebenfalls wünschen sich 8 von 10 Unternehmern keine Kurzparkgebühren für die Dauer von Ladetätigkeiten in Kurzparkzonen.


