Krankenkasse der Selbständigen wird zur Gesundheitskasse
Die SVA und die Österreichische Ärztekammer haben nach einem mehr als einwöchigen vertragslosen Zustand beschlossen, gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen und ab 2011 ein neues, innovatives und patientenorientiertes Verrechnungsmodell zu starten. Rückwirkend ab 1. Juni 2010 wird darüber hinaus eine Vereinbarung zur ärztlichen Versorgung der SVA-Versicherten geschlossen. Diese gilt bis zur Umsetzung des neuen Modells.
Die wichtigsten Eckpunkte sind:- Alle SVA-Versicherten können ab sofort wieder wie gewohnt mit E-Card zum Arzt;
- Revolutionäre Neuorientierung der SVA von einer Kranken- zu einer Gesundheitsversicherung - Gewinner sind die Versicherten;
- Krankheitsprävention wird wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung;
- Patienten, die sich an der aktiven Gesundheitspolitik und Prävention beteiligen, werden mit einer Halbierung des Selbstbehaltes belohnt;
- Entwicklung eines neuen Terminsystems für Selbständige (Entfall von Wartezeiten durch exakte Terminvereinbarungen, maximales Terminentgegenkommen, insbesondere auch bei Fachärzten);
- Eine Senkung der Labortarife um 22 % ab 1. Juni 2010 und um weitere 5 % ab 2011 konnte erreicht werden;
- Im Jahr 2010 Erhöhung der Tarife um durchschnittlich nur 0,65 %
- Keine Tariferhöhung für 2009 und 2011;
- Ab 2012 wird ein Kostendeckel für ärztliche Leistungen eingeführt;
- Qualitätsoffensive: Die Höhe der finanziellen Mittel der SVA an die Ärzte, hängt von der Qualität der erbrachten Leistung ab.
In der nächtlichen Verhandlungssitzung zwischen SVA und Ärztekammer wurde eine Lösung erzielt, durch die alle SVA-Versicherten ab sofort wieder wie gewohnt mit der E-Card bargeldlos zu jedem Vertragsarzt der SVA gehen können.
Darüber hinaus wird In einer neuen Partnerschaft zwischen SVA und Ärzteschaft wird ein völlig neues Modell entstehen, das die Prävention zu einem wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung macht. Ab dem Jahr 2012 wird allen Versicherten ein neues Modell zur Verfügung stehen, bei dem bis zu 40 Millionen Euro jährlich in Prävention und Vorsorge umgeschichtet werden (ohne Mehrkosten für Patienten). Mittels Anreizsystem für die Versicherten - nämlich dann, wenn die Präventionsleistungen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden - soll es zu einer Reduzierung des Selbstbehaltes von 20 auf 10 % kommen. Dadurch werden die SVA Versicherten um bis zu 10 Mio Euro entlastet.
Die revolutionäre Neuorientierung ist eine wichtige Investition in die Gesundheit der SVA-Versicherten. Diese sind als Gewerbetreibende die Motoren für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in Österreich. Jeder Euro, der in die Gesundheit der Selbstständigen investiert wird, ist gut angelegt und kommt doppelt zurück.



