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Wachstum wachsen  



21. Förderungen fördern

Allgemeine Investitionsanreize statt Schrebergartenausrichtung. Durchblick statt Förderdschungel. Aufstiegshilfen statt Einstiegshürden. Die Förder-landschaft in Wien muss weiterentwickelt werden: Ein leichterer und schnellerer Zugang für alle Unternehmen zu einer Basisförderung, gemischt mit Spezialförderungen, um zum nachfrageorientierten Branchenmix und zur Innovationsorientierung der Stadt beizutragen. Und um kein Geld liegen zu lassen ist gerade im Tourismus eine bessere Abstimmung des Landes mit Bundesförderungen wichtig.

22. Pfusch verpfuschen
20 Prozent oder bis zu 1.200 Euro der Kosten für Sanierung von Wohnraum und laufende Wartungsarbeiten sollen unter Vorlage von Rechnungen von der Steuer abgesetzt werden können.
Ein solcher „Handwerkerbonus“ hat in Deutschland die Auftragslage für Unternehmer verbessert und könnte die Schattenwirtschaft in Österreich um fünf Prozent reduzieren.

23. Mobilität mobilisieren
Verkehr schafft Wirtschaft! Ausbau der Güterterminals, trimodale Logistiklösungen beim Hafen, Erleichterungen bei den Ladetätigkeiten im Lieferverkehr, Nutzung der Straßenbahntrassen für Taxis aber auch Fahrt für Kleintransporteure auf Busspuren. Um auf der Straße Platz für den Wirtschaftsverkehr zu schaffen: Ausbau des innerstädtischen U-Bahn-Netzes und der Park & Ride-Anlagen im Umland. Denn: Verkehr schafft Wirtschaft!

24. Bildung bilden
Laut läuten die Alarmglocken im Lehrlings-Bildungsbereich: Grob mangelndes Zahlen- und Sprachverständnis der Jugendlichen und damit das Leid der ausbildenden Betriebe über zu wenig geeignete Lehrlinge. Wien braucht die besten Lehrlinge, daher neue Impulse für das Bildungssystem: Bessere Förderung individueller Begabungen, mehr Wirtschaftsbezug in der Schulausbildung, Potenzialanalysen an den wichtigsten Schulkreuzpunkten und auch bessere Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund.
Wien braucht auch die besten Lehrkräfte, zB. Durch mehr Förderung von Unternehmergeist mit verpflichtenden Betriebspraktika für alle Lehrer.

25. Qualität qualifizieren
Lohnkostenniveau im Vergleich zu Wien: 31% in der Slowakei oder 41% in Ungarn und Tschechien. Diesen Vergleich zu den österreichischen Lohnkosten zeigen Wirtschaftsforschungsinstitute auf und bestätigen:
Den Kostenwettbewerb mit den Nachbarstaaten gewinnt Wien nicht, der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Qualität. Daher Bekenntnis zur dualen Ausbildung (Lehrlinge im Betrieb), zum Meister als Gütesiegel des Handwerks, zur Gewerbeordnung als Garant für österreichische Qualität und zu darüber hinausgehenden Qualitätszertifizierungen im Dienstleitungsbereich (zB bei Beratungen, Pflegedienst)

26. Märkte vermarkten
Ort der Begegnung und des Handels, kulturelle Bereicherung, kulinarische Vielfalt, urbanes Lebensgefühl pur. Wiens 20 Märkte gehören zur Wiener Identität. Daher: Fortführung des professionellen Marktmanagements der Wirtschaftskammer + weiterer Ausbau der Marktinfrastruktur = Erlebnis Marktbesuch.

27. Nahversorgung umsorgen
“Stadt der kurzen Wege“ kann nur dann Realität werden, wenn auf dem kurzen Weg jene Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, die der Bewohner nachfragt. Daher: Keine neuen Einkaufszentren am Stadtrand sondern innerstädtische Wirtschaft stärken und Nahversorgerförderung weiterentwickeln. z.B. durch grätzelgenaue Erhebungen des Bedarfs der Konsumenten und anschließender gezielter Förderung der Ansiedelung der benötigten Nahversorgerbetriebe, beispielsweise durch Förderungen bei Geschäftslokalmieten.

28. Kreativwirtschaft kreieren
Wiens Wirtschaft hat ein Ass im Ärmel, unsere Kreativszene. Durch die richtige Vernetzung traditioneller Betriebe mit „Kreativen“ entsteht die Kreativwirtschaft, die mit hochwertigen Produkten auf dem globalen Markt reüssieren kann. Daher: Fortführung der Wirtschaftskammer Vernetzungs-Initiative creativespace.at, Kooperationsförderungen und transparentere Förderprogramme.

29. Anbindungen anbinden
Autobahnring um Wien, Elektrifizierung des Marchegger Astes, umweltfreundlicher Donauausbau östlich von Wien, Sicherung der Hubfunktion des Flughafen Wien-Schwechat, Mega-TEN-Knoten Wien. Die international wichtigen Verkehrsanbindung Wiens sind sicherzustellen – bspw. durch Vorfinanzierungen wie in anderen Bundesländern.

30. Produktionsstandorte orten
bei stadtbaulichen Neuerschließungen – wie beispielsweise in Aspern - ausreichend Gewerbeflächen für Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung vorsehen und nicht nur für den Wohnbau. Wien hat im Bereich der Gütererzeugung Aufholbedarf und muss auch wieder für die besten Produktionsbetriebe als Standort attraktiv werden.