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OKTOBER 2009 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Die Landtagswahl im September hat für klare Verhältnisse gesorgt – trotz, oder gerade wegen des unschönen Wahlkampfes der Egger-FPÖ, hat die Bevölkerung den Kurs von Landeshauptmann Herbert Sausgruber bestätigt und die ÖVP mit einem eindeutigen Regierungsauftrag ausgestattet. Die neue Landesregierung wird jetzt ihre gestalterischen Möglichkeiten nützen. Und das ist ganz im Sinne der Wirtschaft.

Das Wahlergebnis zeigt eindeutig, dass sich die Vorarlberger nicht blenden lassen und unerfüllbaren Versprechen auf den Leim gehen. Die Regierungspolitik hat sich in der Krise bewährt. Die Unternehmer des Landes haben ebenso verantwortungsvoll gehandelt wie ihre Mitarbeiter.



Gestärkt aus der Krise hervorgehen
Jetzt müssen wir zusammen – Unternehmer und Politik – alle Kräfte mobilisieren, um die Folgen dieses größten Konjunktureinbruches, den wir seit über 50 Jahren erlebt haben – zu parieren. Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser hat in seinem Maßnahmenpaket bereits angekündigt, dass die Landesregierung wie in den letzten Monaten mit nutzenstiftenden Förderungen in allen wirtschaftsbereichen zur Stelle sein wird. Und das bedeutet, dass neben den Schwerpunkten Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung in die Infrastruktur unseres Landes investiert wird. Vorarlberg ist auf einem guten Weg in die wirtschaftliche Zukunft – auch deshalb, weil in den vergangenen Jahren alle Sozialpartner bei wichtigen Entscheidungen zusammengehalten haben. Ich hoffe, dass dies so bleibt. Unverständlich ist daher die Anzeigen-Kampagne und Panikmache von Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle um die Lehre. Mit seiner Kampfrhetorik beschädigt er gegen besseres Wissen die Lehrlingausbildung. Die Unternehmer haben auch heuer alle Anstregungen unternommen, den ausbildungswilligen Jugendlichen einen Lehrplatz anzubieten. Freilich hat nicht jeder
davon gebrauch gemacht. Für diese Jugendlichen hat das Land und das AMS unterstützende Angebote bereitgestellt.

Konstruktive Maßnahmen
Auch die immer wieder angeprangerte Lehrlingskündigung ist hierzulande kein Problem. Bislang wurde kein Lehrling gekündigt – auch in schwierigen Situationen stehen Lehrherren und Ausbilder zu ihrem Berufsnachwuchs. Statt die Jugendlichen und deren Eltern zu verunsichern, sollte sich der oberste Arbeitnehmervertreter auf konstruktive Maßnahmen zur Förderung der dualen Ausbildung konzentrieren.

Mit der ÖVP-Alleinregierung beginn eine neue landespolitische Ära und eine noch umfassendere Verantwortlichkeit. Die Ansage des Landeshauptmannes, trotzdem mit allen Kräften konstruktiv zusammen zu arbeiten, begrüße ich als Interessensvertreter der Wirtschaft.



Manfred Rein


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