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März 2011 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Die Ereignisse in Japan führen uns deutlich vor Augen, dass Atomkraft weder eine nachhaltige noch sichere Form der Energiegewinnung ist. In Vorarlberg besteht darüber im Prinzip seit Jahrzehnten Einigkeit.

Diese klare Ablehnung der Atomkraft für die Energieversorgung unseres Landes erfordert im Umkehrschluss ein ebenso klares Bekenntnis zum Ausbau von Alternativen - das von allen Parteien im Vorarlberger Landtag auch geleistet wurde. Damit kann das ehrgeizige Projekt der Energieautonomie mit
ganzer Kraft weitergeführt werden. Unser Bundesland brauchte nicht erst einen schrecklichen Anlassfall, um sich mit Energieeffizienz zu beschäftigten. Das Projekt mit all seinen Facetten ist längst auf Schiene. Der Ausbau erneuerbarer Energien - insbesondere von Wasserkraft -, die Steigerung der Energieeffizienz und die Forcierung leistungsfähiger Netze, das sind für Vorarlberg und Österreich die einzig richtigen Antworten. Wenn nun entsprechende Maßnahmen (sprich: neue Kraftwerke), mit allen dazu nötigen Eingriffen in die Natur gesetzt werden, wird sich zeigen, ob der Schulterschluss der politischen Kräfte auch in der Praxis hält.

Energieautonomie: Beispiel Vorarlberg für ganz Österreich
Ich hoffe auf die notwendige Einsicht auch auf Bundesebene. Wenn die Grünen auch österreichweit ihre Blockadehaltung aufgeben, dann können wir den in Vorarlberg eingeschlagenen richtigen Weg weitergehen und dann könnte auch tatsächlich der nun von allen politischen Kräften propagierte Ausstieg aus gefährlichen Technologien gelingen: Neben dem Optimieren der bisherigen Kraftwerke bzw. Kraftquellen wird es Lenkungsmaßnahmen brauchen, die die Menschen zu einem bewussteren Umgang mit dem wertvollen Rohstoff „Energie“ bewegt.



Win-win-Situation für Mensch, Umwelt und Wirtschaft
Ein gutes Beispiel dafür ist die Sanierungsförderung. Mit dem Konjunkturpaket 2010/2011 hat die Vorarlberger Landesregierung einen richtigen Schwerpunkt gesetzt. Damit wurde Anstoß gegeben, die in die Jahre gekommenen Gebäude zu sanieren und auf den neuesten energetischen Standard zu bringen. Diese Gebäude sind heute nicht nur auf dem neuesten Stand was die Energieeffizienz betrifft, sie haben dadurch auch insgesamt stark an Wert gewonnen. Und durch die Aktion wurden in den vergangenen schwierigen Jahren wesentliche Akzente im Bereich der Arbeitsmarktpolitik gesetzt – eine Win-win-Situation für Umwelt, Hausbesitzer und Unternehmer. Auch dies übrigens eine Aktion, die in Vorarlberg initiiert und dann von der Bundesregierung übernommen wurde.
Vorarlberg ist aber auch Pionier, was moderne Energietechnik anbelangt. Die Unternehmen agieren an einem immer attraktiver werdenden Markt über die Grenzen hinweg und schaffen neue zukunftssichere Arbeitsplätze. Die Beschäftigung mit Energieeffizienz ist gut für die Umwelt und gut für unsere Wirtschaft.



Manfred Rein


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