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JUNI 2010 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Die Bauwirtschaft ist ein wichtiger Indikator für die Konjunktur. Und natürlich ist die Bauwirtschaft mit all den nachgelagerten Branchen einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in unserem Land.

Tausende Menschen finden in diesen Bereichen Arbeit, deshalb ist für uns wichtig, dass eine möglichst hohe Auslastung gegeben ist. Das ist uns zusammen mit dem Land durch die Sanierungsförderung gelungen, die von den Hausbesitzern sehr gut angenommen wurde. Das hat uns nicht nur im vergangenen Krisenjahr sehr geholfen, es hat auch den Wert des Baubestandes in unserem Bundesland auf ein hohes Niveau gehoben. Aber freilich könne nicht nur die privaten Hausbesitzer der Bauwirtschaft eine stabile Auftragslage garantieren, dafür sind die Kapazitäten zu hoch.

Die Bauwirtschaft ist auf Aufträge aus der Privatwirtschaft ebenso angewiesen wie auf die öffentlichen Bauten. In beiden Bereichen hat das Land seine Aufgaben erfüllt: Wichtige und große öffentliche Aufträge wurden in den vergangenen Monaten vergeben und werden auch in nächster Zukunft nicht zurückgestellt. Das ist aktive Wirtschaftspolitik wie sie unseren Betrieben und ihren Mitarbeitern nützt. Hier macht sich auch die konservative Budgetpolitik von Landeshauptmann Sausgruber bezahlt, die jetzt, da konjunkturfördernde Maßnahmen notwendig sind, die richtigen Impulse zu setzen vermag.



Die richtigen Impulse
Und das Land hat in Zusammenarbeit und auf Anregung unserer Interessenvertretung bei den Förderungen den richtigen Weg gewählt. Gerade im Tourismus haben unsere Betriebe mit einer großen Konkurrenz zu kämpfen. Nur wer den Gästen höchsten Komfort und eine entsprechende Infrastruktur bieten kann, wird bei der Wahl des Urlaubszieles entsprechend punkten. Die Vorarlberger Touristiker kennen offenbar die Wünsche sehr gut, wie die Zahlen zeigen. Sie wissen aber auch, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Die Förderung für Angebotsverbesserungen im Tourismus bringt uns neue Gäste, sie bringt aber auch Aufträge für unsere Wirtschaft – besonders für Bau- und Baunebengewerbe, die ihren Auftraggebern zuverlässig höchste Qualität liefern.

Gefördert werden vom Land Vorarlberg auch Investitionen im Betrieb, ein Anreiz für unsere kleinen und mittleren Betriebe, die die Zeit der nach wie vor nicht wirklich angesprungenen Konjunktur dazu nutzen wollen, sich in Position zu bringen für die Zukunft. Durch solche Maßnahmen können sie sich am Markt festigen bzw. verbessern – das bringt Stabilität und sichert langfristig Arbeitsplätze.

Standortentwicklung mit Augenmaß
Die Wirtschaft entwickelt sich auch bei uns in Vorarlberg leicht positiv, doch immer neue Hiobsbotschaften aus dem staatlichen Bereich sind nicht dazu angetan, übertriebenen Optimismus an den Tag zu legen. Deshalb bin ich froh, dass die Verantwortungsträger in Vorarlberg auch in Zeiten der Hochkonjunktur nicht übermütig geworden sind, sondern mit Augenmaß unseren Standort weiterentwickelt haben. Und diese Eigenschaft ist es auch, die jetzt Politik und Wirtschaft überlegt handeln lässt.


Manfred Rein


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