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FEBRUAR 2011 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Die Vorarlberger Unternehmen haben in den vergangenen schwierigen Jahren, die hinter uns liegen, deren Nachwirkungen aber nach wie vor zu spüren sind, bewiesen, dass sie ihre soziale Verantwortung für Vorarlbergs Bürger ernst nehmen.

Trotz schwierigster Bedingungen war der Arbeitsmarkt weitestgehend stabil, sie haben investiert und sich mit neuen Innovationen nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Eine gesunde, eine florierende Wirtschaft, ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen wie es in unserem Bundesland auf sehr hohem Niveau existiert. Die Wirtschaft braucht aber auch Rahmenbedingungen, die eine positive Entwicklung zulassen und fördern. Dazu gehört eine leistungsfähige Infrastruktur. Es nützt den Unternehmen nichts und in Folge auch nicht den Mitarbeitern, wenn sie hervorragende Produkte herstellen, diese aber nicht zum Kunden transportiert werden können. Und in Vorarlberg stoßen wir zusehends an die Grenzen der Mobilität.

Güterbahnhof zu klein, die Straßen überlastet
Der Güterbahnhof Wolfurt entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen der Wirtschaft – auch wenn die Firmen wollten, die Kapazität ist begrenzt, Richtung Deutschland fehlt es auch an einem gut ausgebauten Bahnnetz. Und das derzeitige Straßennetz – Stichwort: Grenzübergang Lustenau – ist komplett ausgelastet und lässt nicht nur die Anrainer verzweifeln, sondern stellt auch für große wie kleine Betriebe ein immer größeres Problem dar. Wartezeiten kosten Geld, viel Geld, das sich nicht einfach weiterverrechnen lässt und ganz klar zu einem Nachteil im Wettbewerb führt. Die Wirtschaft braucht eine
Lösung, sie braucht eine zeitliche Perspektive bis wann sich die Verkehrssituation besonders im
unteren Rheintal verbessert.



Nachdem eine Entlastung durch die S 18 in den vergangenen Jahren von einer kleinen Gruppe notorischer Straßengegner be- und verhindert wurde, obwohl zehntausende Bürger Tag für Tag unter der Überlastung der Straßen leiden, setzte ich meine Hoffnung in das mit großem Aufwand und mit ebensolcher Offenheit durchgeführte „konsensoriente Planungsverfahren“ in das alle – wirklich alle – die ein Interesse an der Lösung der Verkehrsprobleme haben, eingebunden waren und sind. Nun wurden mehrere Lösungsvorschläge präsentiert aus denen sich nun ein Projekt herauskristallisieren soll, das dann so schnell wie möglich umgesetzt wird. Auf den folgenden Seiten können Sie sich über die Ergebnisse informieren, außerdem finden im März in den betroffenen Gemeinden Bürgerinformationsveranstaltungen statt, bei welchen die Details, die Vor- und Nachteile der Alternativen vorgestellt werden. Das Verfahren ist bislang ohne Querschläger aus den üblichen Ecken abgelaufen, ich hoffe sehr, dass dies auch weiterhin so gehandhabt wird.

Ich hoffe, dass die leidgeplagten Menschen im Rheintal durch eine Straßenlösung endlich entlastet werden, ich hoffe, dass die Wirtschaft die dringend benötigte Verkehrsinfrastruktur bekommt und sich damit zum Wohle der Bürger Vorarlbergs weiterhin so gut entwickeln kann wie bisher. Wir sind „am richtigen Weg“ (so der Leitsatz des Planungsverfahrens) und jeder, der nun versucht aus politischem Kalkül eine Lösung zu verhindern, verdient die „rote Karte“ der Vorarlberger Bürger.



Manfred Rein


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