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Februar 2010 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Die Wirtschaftskammer-Wahlen finden heuer in wirtschaftlich turbulenten Zeiten statt, die zur Wahl stehenden Funktionäre werden in den kommenden fünf Jahren große Aufgaben für ihre Berufsgruppen lösen müssen. Ich danke allen, die sich engagieren, die diese Herausforderung auf sich nehmen.

Ich möchte es an dieser Stelle aber auch nicht verabsäumen, all jenen zu danken, die sich in den letzten fünf Jahren für ihre Berufsgruppe bzw. für alle Vorarlberger Unternehmer engagiert haben.

Und wenn wir Bilanz ziehen, dann können wir stolz sein: Wir haben zwar noch nicht alles erreicht, was für unsere Wirtschaft gut ist, aber wir haben einige große Vorhaben abgeschlossen: Die Entschärfung von Basel II und das Öffnen verschiedener Förderungen besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist ebenso ein Erfolg wie die Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung Selbstständiger beim 13. und 14 Monatsgehalt sowie die Abfertigung neu.



Die Bilanz der letzten fünf Jahre kann sich sehen lassen
In Vorarlberg konnten wir besonders durch die von der Wirtschaftskammer initiierte Sanierungsförderung das Konjunkturtief abfedern, weitere Förderaktionen wie die vergangene Woche vorgestellte KMU-Beratung sollen die Betriebe erstens stabilisieren und zweitens zukunftsfit machen.

Die Sozialpartner haben im vergangenen Jahr eine echte Renaissance erlebt – die Menschen in unserem Land trauen der Sozialpartnerschaft zu, dass sie die Probleme lösen kann, die von der Politik oft genug nicht gelöst werden. Die Wirtschaftskammer-Wahl ist nun die Möglichkeit, diese Problemlösungskompetenz auch in Zukunft beanspruchen zu können. In Vorarlberg hat die Wirtschaft seit Jahrzehnten mit einer Stimme gesprochen. Politischer Streit wurde hintangestellt, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Die Wahlliste „Vorarlberger Wirtschaft“ hat allen Fraktionen eine Heimat geboten und der Wirtschaft zu entsprechender Durchsetzungskraft verholfen. In zahlreichen Branchen wird dieses Modell auch weitergeführt – die Erfahrungen sprechen einfach dafür.

In 43 Fachorganisationen finden am 1. bis 2. März Wahlen statt – dort stehen zwei oder mehr Listen zur Wahl. Das ist demokratisch natürlich durchaus legitim – dennoch: Die Erfahrungen mit jener politischen Gruppe, die seit fünf Jahren in einigen Fachgruppen vertreten ist, spricht nicht für diese. Die Mandate
wurden in den meisten Fällen gar nicht wahrgenommen, weil Sacharbeit natürlich nicht die entsprechende Aufmerksamkeit bringt – die Herren Funktionäre beschränkten sich auf Auftritte vor dem Wirtschaftsparlament und haben in den meisten Fällen nicht einmal selbst nachzudenken brauchen, wie sie sich ins Licht setzen: Die Anträge wurden in Wien formuliert und in allen Bundesländer-Wirtschaftsparlamenten gleichlautend vorgebracht.

Wer also auch in Zukunft eine gemeinsame zielgerichtete Interessenpolitik haben möchte, der wird der bewährten gemeinsamen Liste „Vorarlberger Wirtschaft“ seine Stimme geben – am 1. und 2. März oder bei der Briefwahl.


Manfred Rein


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