Vorarlberg
 
Mitglied werden
Ihr Bundesland
Wirtschaftsbund
Vorarlberg

LH Wallner: Land Vorarlberg erhält Rating-Höchstnote

Niedriger Schuldenstand, exzellentes Finanzmanagement und risikoaverse Finanzpolitik gibt Ausschlag. Aussicht bis 2019 stabil.

Die Ratingagentur Standard&Poors stellt dem Land Vorarlberg in einem kürzlich veröffentlichten Rating einmal mehr ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Mit AA+/A-1 wird die höchstmögliche Bewertung vergeben, die Vorarlberg erhalten kann. S&P sieht auch den Blick in die Zukunft positiv und geht davon aus, dass die solide Position Vorarlbergs zumindest bis 2019 unverändert bleibt. Finanzreferent und Landeshauptmann Markus Wallner zeigt sich zufrieden: „Unsere Bemühungen, keine neuen Schulden zu machen und den Haushalt straff zu führen, machen sich bezahlt.“

Besonders hebt die Ratingagentur das gute Finanzmanagement des Landes hervor, das sie als risikoavers bezeichnet. Vorarlberg gehe seine Budgetplanung mit „konservativen Annahmen“ an und habe in den vergangenen Jahren seine geplanten Ergebnisse in der Regel übertroffen. „Wir profitieren davon, dass wir einen sehr niedrigen Schuldenstand aufweisen und niemals spekuliert haben“, betont Landeshauptmann Wallner. „Auch unsere klare Haltung, keine neuen Schulden zu machen, hebt Standard&Poors positiv hervor. Wir sind also mit Sicherheit auf dem richtigen Weg“, so Wallner weiter.

„Wachstumsmotor“ produzierender Sektor“
Die gute Wirtschaftslage in Vorarlberg, mit einer starken und diversifizierten Struktur, rundet das positive Bild ab, betont die Agentur in ihrem Bericht. Der starke produzierende Sektor in Vorarlberg wird als „Wachstumsmotor“ bezeichnet. Das hohe BIP pro Kopf, die starke Exportwirtschaft und die niedrige Arbeitslosenquote bilden außerdem weiters eine hervorragende Basis dafür, dass Vorarlberg auch in Zukunft seine Herausforderungen gut bewältigen könne.

Nur leicht getrübt wird der Blick durch die Ausgabendynamik im Sozial- und Gesundheits- bereich, meint Standard&Poors. Speziell erwähnt wird die kürzlich vom Nationalrat beschlossene Abschaffung des Pflegeregresses und die damit zusammenhängende, unklare Finanzierung. Diese Entscheidung des Bundes sei ohne vorherige Konsultation der Länder und Gemeinden erfolgt und könne daher „signifikante finanzielle Konsequenzen“ zur Folge haben, wenn nicht entsprechende „eindämmende Maßnahmen“ getroffen werden. Die Ratingagentur betont aber, dass dieser Umstand nicht reiche, um den positiven Ausblick für das Land Vorarlberg zu schmälern.

Voranschlag 2018 in Ausarbeitung
„Das Rating bestärkt uns einmal mehr, dass wir auch beim kommenden Voranschlag für das Jahr 2018, der gerade intensiv vorbereitet wird, unsere Leitplanken – keine neuen Schulden, hohe Investitionen – nicht ändern werden. Unsere sehr solide Basis verschafft uns jene Spielräume, die wir auch in Zukunft brauchen werden“, fasst Wallner zusammen.

Bilder


LH Markus Wallner