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Wirtschaftsbund fordert Maßnahmen gegen Kfz-Pfusch und für mehr Verkehrssicherheit

17.08.2010 

Urlaubszeit heißt in manchen Fällen leider auch: Unfallzeit. In den Sommermonaten haben Kfz-Schäden durch das hohe Verkehrsaufkommen Hochkonjunktur. Damit verbunden kommt es auch zu vermehrten Barablösen der Versicherungen im Kfz-Schadensbereich – die allerdings in vielen Fällen den Pfusch fördern. "Wenn die Versicherungen ihre Zahlung davon abhängig machen würden, dass die Schadensbehebung fachgerecht durch einen befugten Gewerbebetrieb erfolgen muss, wäre mit dieser fragwürdigen Praxis endlich Schluss", fordert Wirtschaftsbund-Landesobmann Jürgen Bodenseer.

Das Problem ist seit langem bekannt: Bei Schäden im Kfz-Bereich erfolgen immer noch Barauszahlungen an die Kunden. "Das ist in vielen Fällen geradezu eine Einladung, den Schaden notdürftig im Pfusch reparieren zu lassen und die Differenz einzustecken", erklärt der WB-Landesobmann. Diese Praxis seitens der Versicherungen sei nicht seriös, bringe volkswirtschaftlichen Schaden und berge auch Sicherheitsrisiken in sich. Seitens der Versicherungen wird unter vorgehaltener Hand argumentiert, dass Barablösen wesentlich billiger kommen als die durchgängige fachgerechte Durchführung der Reparaturen in Werkstätten. "Aber eigentlich trägt die Versicherungswirtschaft Mitverantwortung für eine gesetzeskonforme Schadensbehebung. Dieser still subventionierte Pfusch ist kein Kavaliersdelikt, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schon gar nicht. Jede an den Betrieben vorbei geschleuste Leistung schwächt diese und kostet letztlich Arbeitsplätze und bringt weniger Sicherheit im Straßenverkehr", so Bodenseer.

Dabei wäre die Lösung so einfach: Damit der Schaden korrekt und sicher behoben werden kann, stehen in Tirol mehr als 600 gewerblich konzessionierte Karosseriespengler, Lackierer und Kfz-Werkstätten zur Verfügung. "Die Versicherungen sollten ihre Zahlung davon abhängig machen, dass der Kunde die Rechnung eines befugten Gewerbebetriebes vorlegt", so Jürgen Bodenseer. Das wäre die einzig saubere Lösung in diesem derzeit unerfreulichen Graubereich – und zudem ein Beitrag für mehr Sicherheit im Verkehr, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Facharbeiterausbildung.




Bildnachweis: rp-online

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