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Wirtschaftsbund: Studieren ja, aber richtig!
Zwischen Akademikermangel und prekärerer Beschäftigung

14.07.2010  

Die Hochschulausbildung führt für ein Viertel der Absolventen in die berufliche Sackgasse. Wirtschaftsbund-Landesgeschäftsführer Helmut Kern fordert eine stärkere Berufsorientierung. "Das kommt nicht nur den Betrieben, sondern auch den Absolventen zugute, die bessere berufliche Positionen besetzen können", so Kern.

Nur 73 Prozent der Uniabsolventen erreichen berufliche Positionen, die auch ihrem Bildungslevel entsprechen. Umgekehrt also hat eine gutes Viertel keinen adäquaten Job, weist der Landesgeschäftsführer des Tiroler Wirtschaftsbundes Helmut Kern auf eine Studie des Instituts für Bildungsforschung hin. "Einerseits belegen die Österreichischen Jugendlichen Studienfächer, die sehr wirtschaftsfern sind, andererseits wird ein erheblicher Teil der von der Wirtschaft gestellten Nachfrage nach höheren Qualifikationen durch die Berufsbildenden Schulen und anderen Formen der Berufsausbildung abgedeckt", so Kern.

Universitäten bringen einen großen Teil der kreativen und kritischen Intelligenz hervor und sollen daher nicht auf Fachqualifizierung reduziert werden. Es ist aber wichtig, den Bedarf am Arbeitsmarkt stärker zu berücksichtigen, wie dies auch bei den Fachhochschulen in den letzten 15 Jahren der Fall war, erkennt Landesgeschäftsführer Kern großen Handlungsbedarf.
Eine Erhöhung der so genannten ‚Akademiker‘-Quote durch ein simples ‚Mehr vom Gleichen‘ wird weder dem Bedarf der Wirtschaft noch den Interessen der Studierenden gerecht. "Letzten Endes kommt eine stärkere Bedarfsorientierung den Studierenden und Absolventen zugute, weil sie sich nicht mit ‚McJobs‘ und prekären Arbeitsverhältnissen herumschlagen müssten", appelliert Kern sowohl an die Studienanfänger als auch an die Hochschulverantwortlichen.



Bildnachweis: Studioblogger

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